equal pay day ,- 2020
Der Equal Pay Day markiert symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Teilzeitarbeit und damit natürlich auch weniger Lohn wird häufig als Erklärung für die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern herangezogen. Hierin liegt aber der Irrtum, denn das statistische Bundesamt vergleicht nicht das gesamte Gehalt am Ende des Monats, sondern den Bruttostundenlohn von Männern und Frauen und somit verdienen Frauen im Schnitt 21 % weniger, teilt Heike Krüger, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Rahden, mit. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage, die Frauen - symbolisch gesehen - umsonst arbeiten müssen, während die Männer das Gehalt ab dem 1. Januar bekommen. Deutschland liegt in einem EU-Ranking beschämend weit zurück und nimmt Platz 26 von 28 ein.
Die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises setzen sich in diesem Jahr mit einem gemeinsamen Statement und einem Aufsteller für Lohngerechtigkeit und ein. „Die Investition für den Aufsteller lohnt sich, denn wir werden auch in den künftigen Jahren zum Equal Pay Day auf den Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern aufmerksam machen“, prognostizieren die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Minden-Lübbecke.
Mehr Wertschätzung und gleiches Geld für gleiche Arbeit!
So hieß der Slogan der Armbänder, mit dem auch die Jugendförderung Rahden auf die Thematik rund um den Equal Pay Day die Aufmerksamkeit im Jugendcafé auf sich zog. Die Kinder und Jugendlichen sollten den inhaltlichen Kontext erfahren und sich thematisch damit auseinandersetzen, denn auch sie betrifft es schließlich. Doch nicht nur der geschlechtsspezifische Entgeltunterschied wurde heiß diskutiert und als ungerecht wahrgenommen. Auch die mangelnde Wertschätzung und unfaire Verteilung von Fürsorgearbeit im privaten oder professionellem Bereich, wurde passend zum Equal Care Day am 29. Februar als Anlass für den Start dieser Projekttage genommen. Abschließend lässt sich sagen, dass der Wunsch nach unmittelbarer Gleichberechtigung mehr als deutlich wurde.
Fahrschule Sebastian Logemann sponsert Sweatshirts für die 1. Damen-Handballmannschaft des TuS SW Wehe
„Für mich ist die Lohnungerechtigkeit zwischen Frauen und Männern auch ein wichtiges Thema. Deshalb beteilige ich mich gerne an der Rabattaktion“, so Sebastian Logemann. „Außerdem möchte ich die Weher Handball-Mädels mit einem Sweatshirt zum Equal Pay Day unterstützen, denn auch im Sport ist die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen noch lange nicht erreicht.“