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Zukünftiges Rathaus

Neubau statt umfassender Sanierung

Das Rathaus der Stadt Espelkamp ist baulich und technisch in einem schlechten Zustand. Deshalb steht fest: Für die Zukunft braucht die Stadt eine neue Lösung.

Die bisherigen Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Neubau wirtschaftlicher und nachhaltiger ist als eine umfassende Sanierung des bestehenden Rathauses. Gleichzeitig kann ein neues Rathaus deutlich kleiner geplant und an die heutigen Anforderungen einer modernen Verwaltung angepasst werden.

Auf dieser Seite informieren wir über den aktuellen Stand des Projekts, wichtige Entscheidungen, die nächsten Schritte und die Möglichkeiten zur Beteiligung.

Stand: Oktober 2026


Wo stehen wir aktuell?

Die Stadt Espelkamp plant einen Rathausneubau auf dem Areal der Alten Post. Das dort bestehende Gebäude muss dafür zunächst abgerissen werden.

Zuvor wurde geprüft, welche grundsätzliche Lösung für die Zukunft des Rathauses sinnvoll und wirtschaftlich ist: eine umfassende Sanierung des bestehenden Rathauses oder ein Neubau.

Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung hat ergeben, dass ein Neubau langfristig die wirtschaftlichere Lösung ist. Deshalb wird die Planung eines neuen Rathauses auf dem Areal der Alten Post weiterverfolgt.

Damit ist die grundsätzliche Realisierungsvariante – Neubau statt umfassender Sanierung – festgelegt. Offen ist nun noch, wie Planung und Bau des neuen Rathauses am sinnvollsten organisiert werden können.

Dazu führt die Stadt einen Beschaffungsvariantenvergleich durch. Dabei werden verschiedene Modelle verglichen – von der vollständigen Umsetzung durch die Stadt bis zur Übertragung von Planung und Bau beziehungsweise weiteren Leistungen auf einen externen Partner.

Nach aktueller Planung soll dem Rat im 1. Quartal 2027 eine Empfehlung für die geeignete Beschaffungsform vorgelegt werden.


Die wichtigsten Zahlen

  • 121 geplante Arbeitsplätze

  • ca. 5.093 m² geplante Geschossfläche

  • ca. 8.500 m² Geschossfläche des heutigen Rathauses

  • ca. 60 Mio. € für Neubau über 40 Jahre

  • ca. 90 Mio. € für Fortführungsvariante über 40 Jahre

Die Kostenangaben für Neubau und Fortführung beziehen sich auf Investitions- und Betriebskosten über einen Betrachtungszeitraum von 40 Jahren.


Warum braucht Espelkamp ein neues Rathaus?

Das heutige Rathaus weist erhebliche bauliche und technische Mängel auf. Dazu gehören unter anderem Probleme beim Brandschutz, bei den technischen Anlagen und Leitungsnetzen sowie bei Dach und Fassade.

Eine umfassende Sanierung würde deshalb weit über eine Modernisierung einzelner Räume hinausgehen. Das Gebäude müsste grundlegend saniert werden. Während der Arbeiten wäre eine Auslagerung der Stadtverwaltung erforderlich, die zusätzliche Kosten verursachen würde.

Gleichzeitig haben sich die Anforderungen an die Arbeit in der Verwaltung verändert. Digitalisierung, mobiles Arbeiten und neue Formen der Zusammenarbeit ermöglichen es, den Flächenbedarf deutlich zu reduzieren.

Ein Neubau bietet deshalb die Möglichkeit, die Verwaltung von Anfang an auf die heutigen und zukünftigen Anforderungen auszurichten.


Warum ist der Neubau wirtschaftlicher?

Bei der Entscheidung wurden unterschiedliche Varianten untersucht. Dabei wurden nicht nur die Baukosten betrachtet, sondern auch die langfristigen Betriebs- und Unterhaltungskosten sowie qualitative Faktoren wie Funktionalität, Nachhaltigkeit und Standort.

Das Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsprüfung: Ein Neubau ist über den betrachteten Zeitraum wirtschaftlicher als eine umfassende Sanierung und Fortführung des bestehenden Rathauses.

Für den geplanten Neubau werden über einen Betrachtungszeitraum von 40 Jahren rund 60 Millionen Euro für Investitionen und Betrieb angesetzt. Für die Sanierungs- oder Fortführungsvariante? sind es rund 90 Millionen Euro.

Der wesentliche Grund für die geringeren Kosten des Neubaus ist die deutlich kleinere und effizienter geplante Gebäudefläche.


Kleiner planen – besser nutzen

Das heutige Rathaus verfügt über rund 8.500 m² Geschossfläche.

Für den Neubau sind derzeit rund 5.093 m² vorgesehen.

Auch die Zahl der vorgesehenen Arbeitsplätze wurde gegenüber früheren Planungen weiter reduziert. Aktuell sind 121 Arbeitsplätze geplant.

Möglich wird dies unter anderem durch:

  • Digitalisierung von Verwaltungsprozessen

  • mehr mobiles Arbeiten und Telearbeit

  • Desksharing

  • flexible Arbeitsbereiche

  • eine effizientere Anordnung der Räume und Verkehrsflächen

Das Ziel ist ein Rathaus, das nicht möglichst viel Fläche bietet, sondern genau die Fläche, die für eine moderne Verwaltung tatsächlich benötigt wird.


Wo soll das neue Rathaus entstehen?

Der geplante Neubau soll auf dem Wilhelm-Kern-Platz im Bereich der Alten Post entstehen.

Der Standort liegt zentral in der Espelkamper Innenstadt und ermöglicht eine gute Erreichbarkeit für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Beschäftigten der Verwaltung.

Mit dem Neubau soll zugleich die städtebauliche Entwicklung des Innenstadtbereichs neu geordnet werden.


Was ist bereits entschieden?

Festgelegt sind:

  • Neubau statt umfassender Sanierung des bestehenden Rathauses (Beschluss …
  • Neubau am Standort Wilhelm-Kern-Platz / Alte Post (Beschluss…
  • ein deutlich reduziertes Raumprogramm
  • aktuell 121 vorgesehene Arbeitsplätze
  • aktuell rund 5.093 m² geplante Geschossfläche

Die Realisierungsvariante steht damit fest.


Was ist noch offen?

Noch nicht abschließend festgelegt sind unter anderem:

  • die konkrete Beschaffungs- und Vergabeform
  • die konkrete architektonische Gestaltung
  • die weiteren Planungs- und Genehmigungsschritte
  • der genaue Baubeginn
  • der genaue Fertigstellungstermin
  • die konkrete weitere Nutzung des bisherigen Rathausgebäudes

Die nächsten Entscheidungen werden im weiteren Planungsprozess getroffen.


Wie geht es weiter?

2026

Beschaffungsvarianten werden untersucht

Die Stadt vergleicht verschiedene Möglichkeiten, wie Planung, Bau und gegebenenfalls weitere Leistungen organisiert werden können.

Dabei werden unter anderem folgende Modelle betrachtet:

Eigenrealisierung
Die Stadt übernimmt Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb selbst.

Totalunternehmer
Ein Partner übernimmt Planung und Bau.

ÖPP-light
Ein Partner übernimmt Planung, Bau und Instandhaltung.

ÖPP-Inhabermodell
Ein Partner übernimmt Planung, Bau, Instandhaltung und – je nach Vertragsgestaltung – teilweise auch den Betrieb.

1. Quartal 2027

Empfehlung an den Rat

Nach aktueller Planung soll dem Rat eine Empfehlung für die geeignete Beschaffungsform vorgelegt werden.

Danach

Weitere Planung

Anschließend folgen – abhängig von den politischen Entscheidungen – die weiteren Planungs-, Genehmigungs- und Vergabeschritte.

Ein konkreter Baubeginn und Fertigstellungstermin stehen derzeit noch nicht fest.


Was passiert mit dem heutigen Rathaus?

Mit dem Neubau soll die Stadtverwaltung künftig in einem modernen und deutlich kompakteren Verwaltungsgebäude arbeiten.

Über die konkrete weitere Nutzung beziehungsweise den Umgang mit dem heutigen Rathaus ist noch zu entscheiden.

Sobald hierzu belastbare Entscheidungen getroffen wurden, informiert die Stadt an dieser Stelle.


Was bedeutet das für Bürgerinnen und Bürger?

Ein neues Rathaus soll vor allem eine moderne und zukunftsfähige Verwaltung ermöglichen.

Dazu gehören:

  • funktionale Räume für persönliche Termine
  • bessere Voraussetzungen für digitale Verwaltungsangebote
  • zeitgemäße Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten
  • effizientere Verwaltungsabläufe
  • ein deutlich geringerer Flächenbedarf
  • langfristig geringere Betriebs- und Unterhaltungskosten
  • zentrale Lage für gute Erreichbarkeit

Das Rathaus soll dabei nicht größer, sondern bedarfsgerechter und effizienter werden.


Wie können sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen?

Die Stadt Espelkamp möchte die Bürgerschaft in den weiteren Planungsprozess einbeziehen.

Sobald konkrete Möglichkeiten zur Beteiligung und entsprechende Termine feststehen, informiert die Stadt an dieser Stelle darüber.


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