ZOB Wehdem
Der ZOB in Wehdem an der Stemwederberg-Schule ist von der Art des Baues, der Qualität der Verkehrslage sowie seiner Ausstattung und Flexibilität zwar ausreichend, dennoch entspricht er nicht mehr den heutigen Anforderungen.
Der Busbahnhof ist durch lange Wege zwischen den einzelnen Bereichen und unübersichtlichen sowie unverständlichen Wegbeziehungen für die Fahrgäste unattraktiv und ganz besonders für die mobilitätseingeschränkten Fahrgäste ein großes Problem. Der Gesamtanblick ist veraltet und wirkt u nicht gerade einladend auf das Warten auf den Bus.
Die Gemeinde Stemwede hat sich aufgrund dessen und der Änderung des Personenbeförderungsgesetztes dazu entschieden, den ZOB umzubauen sowie den Parkplatz gegenüber zu erneuern und in jeglicher Hinsicht zu verbessern.
Im März 2018 wurde die Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH damit beauftragt, Lösungsvorschläge für die Problembereiche Abwicklung des ÖPNV-Verkehrs, verkehrstechnische und funktionale Aufwertung des ZOB, barrierefreie Gestaltung, Modernisierung und Erneuerung der ÖPNV-Struktur, Ausstattung mit zeitgemäßem Haltestelleneinrichtungen, Erhöhung der Aufenthaltsqualität, nachhaltige Stärkung des ÖPNV sowie Förderung des Umweltverbundes zu erarbeiten.
Aus den Lösungsvorschlägen ergab sich die weitere Planung. Das oberste Ziel der Neugestaltung des Wehdemer ZOB ist es den ÖPNV nachhaltig zu stärken, den Umweltverbund zu fördern und mit dem Umbau eine kompakte, zukunftsorientierte und übersichtliche Verknüpfungsanlage mit Mobilitätsstation zu erschaffen, die barrierefrei ist und damit auch mobilitäts- und seheingeschränkte Fahrgäste die Verkehrsanlage ohne Probleme selbstständig nutzen können.
Mit der Neugestaltung sollte die Sicherheit der Fahrgäste beim Ein- und Aussteigen, sowie beim Warten durch ein verbessertes Verkehrsmanagement sowie die Barrierefreiheit durch Leitelemente erhöht werden. Die Bussteige wurden auf eine Höhe von 18 cm durch Sonderbordsteine erhöht, sodass der Bus nah an den Steg heranfahren kann ohne ihn zu überfahren. Die Fahrgäste können somit höhengleich ein- und aussteigen.
Die alte Pflasterdecke an den Haltestellen ist entfernt und durch Asphalt ersetzt worden, da sich eine Pflasterdecke aufgrund der hohen Auslastung nicht eignet.
Zudem ist ein komfortabler Wartebereich mit überdachtem Witterungsschutz und Sitzmöglichkeiten entstanden. Des Weiteren wurde an der Mobilstation ein neues Angebot an Fahrradboxen und Ausstattungselementen wie Grünflächen, Sitzmöglichkeiten, Windschutz und PKW- und E-Bike-Ladestation errichtet.
Der Stellplatz ist zu einer Park & Ride Anlage mit einer Ladesäule für Elektrofahrzeuge umgebaut worden.
| Eckdaten: | |
| Bauzeitraum: | Oktober 2019 - August 2020 |
| Kosten: | ca. 1.337.440 € |
| Grundfläche: | 8.000 Quadratmeter |
| beteiligte Firmen: | |
| Gemeinde Stemwede | |
| Bockermann Fritze IngenieurConsult | |
| Schröder & Partner | |
| Dieckmann Bauen + Umwelt GmbH & Co.KG | |
| Kreis Minden-Lübbecke | |
| Kükelhan | |
| Life House Stemwede | |
| OWL Verkehr GmbH | |
| Hohrenk Systemtechnik GmbH | |
| MABEG Kreuschner GmbH & Co.KG | |
| Mindener Kreisbahnen | |
| NWL-Nahverkehr Westfalen-Lippe | |
| VVOWL-Verkehrsbund Ostwestfalen-Lippe | |
| Verkehrsministerium NRW | |
| Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter | |
| moBiel GmbH | |
| Deutsche Telekom AG | |
| Innogy | |
| Westnetz GmbH | |
| Elektro Röhe | |
Fortschritt:
Die Bauarbeiten am ZOB sind Wehdem fertiggestellt.
Die Bepflanzung der Beete ist im Herbst angesiedelt. Danach ist der Busbahnhof komplett fertig!
Am Mittwoch, den 12.08.2020, passend zum Start des neuen Schuljahres und bei herlichstem Wetter, wurde der ZOB von Bürgermeister Kai Abruszat eingeweiht. Zur Feier des Tages stellt die Gemeinde Stemwede gemeinsam mit dem Busunternehmen Sandmöller den neuen "Stemweder Bus" vor.
v.l.n.r.: Ernst Wilhelm Rahe (Mitglied des Landtages), Bürgermeister Kai Abruszat, Daniela Beihl (Mitglied des Landtages), Hendrik Rüst (Verkehrsminister NRW), Frau Beutner (Busunternehmen Sandmöller), Frau Winkelmann (Mitglied des Landtages)
Bildergalerie: