Leben will gelernt sein, vom ersten bis zum letzten Atemzug. Nichts läuft von selbst und die Kunst, das Feuer des Lebens zu hüten und nicht auszubrennen, ist die Kunst, an der sich jeder Mensch als eine Art Lebenskünstler beteiligen muss. Mehr denn je beklagen Menschen, dass sie sich „ausgebrannt“ fühlen und endlich ist die Lebenserfahrung vieler Menschen als „Krankheit“ anerkannt. „Burn- Out“ ist aber eine Diagnose, die schillernder nicht sein kann. Phänomene wie Erschöpfung, Lustlosigkeit, Angstzustände, Konzentrationsschwierigkeiten, Appetitlosigkeit, depressive Verstimmungen und Befindlichkeitsstörungen aller Art werden unter einem neuen Krankheitsbegriff zusammengefasst und erobern wie eine Epidemie die Arztpraxen, Beratungsstellen, die Wissenschaft und die Medien. Menschen fühlen sich körperlich und seelisch ausgebrannt, über- und unterfordert, von den Problemen im Arbeits- und Familienleben überwältigt, verlieren die Orientierung und vor allem die Kraft, sich für das eigene wie für das Leben der Anderen einzusetzen und zu interessieren. Die Lebenslust erlischt, Begeisterung und Leidenschaft für Menschen und Dinge überleben auf Sparflamme. Körper, Geist und Seele brauchen immer wieder Zündstoff und Nahrung, um ihre Arbeit zu tun und mit uns zusammen unser Leben zu erfinden, zu gestalten und zu genießen. Das gilt insbesondere dann, wenn wir in Turbulenzen geraten, Verluste hinnehmen müssen, unsere Pläne und Hoffnungen gestört werden. Im Vortrag geht es deshalb auch um die Frage, wie wir das Feuer unseres Lebens hüten können, worin es biografisch eigentlich besteht und wie wir uns selbst davor schützen können, auszubrennen oder besser wie einst der mythische Vogel Phönix wieder aus der Asche des Verbrannten aufzusteigen. Leben ist keine Krankheit, Alter auch nicht und auch wenn Krankheit ins Zentrum unseres Lebens tritt, bleiben wir selbst die „ Lebens-Künstler“ mitten in unserem jeweiligen Leben. Montag, 4. März 2013 um 19.00 Uhr Anmeldung bei
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| 22.02.2013 |
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