Unterlübbe 2017
Am Nordrand von Hilferdingsen am angrenzenden Moor wurde 1938 eine mutmaßliche Moorsiedlung aus vorgeschichtlicher Zeit teilweise ausgegraben. Unterbrochen durch den 2. Weltkrieg und seine Nachwirkungen wurden die Grabungen Mitte der 1980er Jahre durch das Westfälische Museum für Archäologie, Münster, fortgesetzt und ausgewertet. Demnach handelt es sich um einen germanischen Opferplatz, auf der Tier- und auch Menschenopfer dargebracht wurden. Dieser diente nicht nur einer kleinen Gemeinschaft von Bauern als Kultplatz, sondern wurde als überregionales Heiligtum im Rahmen eines sogenannten Feuerkultes genutzt.