|
"Gro(w)Art" - Kunst im Schweinestall in Petershagen-Großenheerse | |
|
Es wurden leider keine Medien gefunden. | |
|
Gebäudesteckbrief | |
|
Gebäude: |
Scheune/Stall |
|
Baujahr: |
1906 |
|
Lage: |
Ortsrand von Großenheerse |
|
Nutzfläche: |
Schweinestall ca. 60 m² |
|
Leerstand: |
Seit 1975 |
|
Gebäudestatus: |
Keine Angabe |
|
Nutzung | |
|
Ursprünglich: |
Landwirtschaft – Schweinestall |
|
Zur Zeit: |
"Kunststall", Galerie, Ausstellungsraum |
|
Derzeitiger Nutzer: |
Eheleute Breustedt |
|
Sonstiges | |
|
Beratung: |
Keine Angabe |
|
Fördergelder: |
Keine Angabe |
|
Architekt: |
Keine Angabe |
|
Besonderheiten: |
Keine Angabe |
|
| |
| Ansprechpartner | |
| Heidrun und Alfred Breustedt, Tel.:0 57 65-73 16 oder 94 23 37 Großenheerser Str. 24 Fax:0 57 65 - 94 23 38 32469 Petershagen Ortsteil Großenheerse | |
| Erfahrungsbericht der Nutzer | |
|
Im Jahr 1997 bildete sich die Gruppe "Grow-Art", deren Gründungsmitglieder die Eheleute Heidrun und Alfred Breustedt sind. Nach einer ersten Ausstellung 1998 in der Großheerser Mühle, stand für die Beteiligten sehr schnell fest, dass Ambitionen entstanden waren, die ein weiteres künstlerisches Arbeiten ermöglichen sollten. Einig war man sich ebenfalls darin, dass eine adäquatere Ausstellungsmöglichkeit gefunden werden mußte, als sie z. B. ein vollmöblierter Restaurationsbetrieb bieten konnte. Die Eheleute Breustedt schlugen vor, auf dem Reelingehof, der seit 1992 in ihrem Besitz ist, einen entsprechenden Raum zu schaffen. Das Anwesen liegt am Ortsrand von Großheerse. Die Möglichkeit bot sich in einem ehemaligen, ca. 60 qm großen Schweinestall, der sich seinerseits in einem Wirtschaftsgebäude aus dem Jahr 1906 befindet. Dieses Wirtschaftsgebäude hat eine Gesamtfläche von ca. 12 Meter x 25 Meter. Seit 1975 wurde das Gebäude nicht mehr landwirtschaftlich genutzt und stand leer. Der Leerstand des Schweinestalls bezog sich jedoch nur auf die nicht mehr vorhandenen Tiere. Der Raum stand voll mit einem Sammelsurium unterschiedlichster Dinge, die erst einmal sortiert, bzw. entsorgt werden mussten. Anschließend wurden in Eigenarbeit die Schweineboxen herausgeflext, die Ummauerung und die Futterrinne herausgeschlagen und das Ziegelsteinpflaster aufgenommen, da es für die vorherige Nutzung in mehreren Stufen verlegt worden war. Die Wände wurden abgewaschen, von Salpeterrückständen befreit, loser Putz abgeklopft und der Schutt entsorgt. Die alten, maroden Türen mußten erneuert werden, da sie nicht mehr zu reparieren waren. Die Stallfenster blieben erhalten, sie wurden entrostet und neu gestrichen, nachdem die Scheiben erneuert worden waren. Eine Deckenöffnung wurde geschlossen. Für die Pflasterarbeiten war es notwendig, den Sand zu erneuern, ihn zu verdichten, einzuebnen und das Pflaster neu zu verlegen. Die Steine wurden teilweise aus alten Beständen erneuert. Die Pflasterung und die beiden Laufgänge sollten erhalten bleiben. Auf einen neuen Boden wurde bewusst verzichtet. Wände und Decke des Stallraumes wurden abgespachtelt und mehrmals gestrichen. An der Decke brachten die Umnutzer Holzträger für die Befestigung der Elektrik und der Strahler an. Etliche Meter Kabelstränge mussten verlegt und an die Leuchten angeschlossen werden; eine Unterverteilung macht es möglich, jeden Strahler einzeln zu schalten und darüber hinaus wurde eine Raumbeleuchtung installiert, die extra zu betätigen ist und gedimmt werden kann. So soll eine optimale Ausleuchtung der Exponate erreicht werden. Eine rundum laufende Leiste zur Bildbefestigung komplettiert das Arrangement. Entstanden ist ein heller, großer Raum, der seine ursprüngliche Nutzung nicht verleugnet und sich auch für die Ausstellung größerer Exponate eignet. Die hintere Eingangstür hat deswegen größere Abmessungen. Die Verwirklichung des Projektes "Kunststall auf dem Reelingehof" nahm einen längeren Zeitraum in Anspruch, da der größte Teil der Arbeiten in Eigenleistung durch die Eheleute Breustedt neben ihrer sonstigen Tätigkeit erbracht wurde. Unterstützung fanden sie bei den Mitgliedern der Gruppe Grow Art. Der Kunststall ist idealerweise direkt am Weserradweg, der Mühlenroute sowie der neugeschaffenen LandArt-Route gelegen. Die Arbeiten können so einem größeren Publikum zugängig gemacht werden. Positive Resonanz durch die Hausgäste (Frau Breustedt betreibt u.a. die "Reelingehof Pension") und die Begeisterung der zahlreichen Radtouristen über den "kunstvollen Stop" sind Bestätigung und Ermunterung zugleich für die Schaffung vielleicht noch weiterer Ausstellungsräume. Für wetterfeste Installationen und Skulpturen bietet sich das weitläufige Hofareal an. Möglich sind auch Gastausstellungen, sowie das Angebot künstlerischer Veranstaltungen (Lesungen, Kleinkunst, etc.). Heidrun u. Alfred Breustedt | |
| zurück | |