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Arztpraxis und Kunstdeele Peitzmann in Lübbecke-Obermehnen

Gebäudesteckbrief

Haupthaus:

Vierständerfachwerk

Nebengebäude:

Dreiständerfachwerk

Zwischenbau:

(ehem. Fachwerk) Backstein massiv

Baujahr:

1887 (Haupt- und Nebengebäude)
ca. 1920 (Zwischenbau)

Lage:

Dorflage s Ortsrand Obermehnen

Leerstand:

30 Jahre

Baurechtlicher Status:

Denkmalschutz seit 1997 (Haupt- und Nebengebäude)
Denkmalschutz seit 1993 (Zwischenbau)

  

  

Nutzung des Haupt- und Nebengebäudes

Ursprünglich:

Wohn- und Wirtschaftsgebäude

Zur Zeit:

Wohnen seit 1993; Laden im Stall seit 1994; Galerie in der vorderen Deele seit 1995; Ferienwohnung in den ehem. Pferdeställen seit 1997

Derzeitiger Nutzer:

privat; teilweise gewerblich vermietet

  

  

Nutzung des Zwischenbaus

Ursprünglich:

Pferdestall

Zur Zeit:

Psychotherapie-Praxis

  

  

Sonstiges

Beratung + Architekt:

Hans Mayer, Bielefeld

Fördergelder:

keine

Besonderheiten: gute Idee; Anziehungspunkt durch Kunstgewerbe
  

  

Ansprechpartner

   Herr und Frau Peitzmann, Tel.  :  0 57 41 - 31 85 85
Vierlindenweg 4,
32312 Lübbecke
                 
Erfahrungsbericht der Nutzer

Nach mehrjähriger Suche nach einem für uns geeigneten "alten Haus", probeweiser Planung und Beinahe–Erwerb diverser Objekte, erwarben wir 1993 die Hofanlage in Obermehnen, die wir bereits 1990 ins Auge gefasst hatten, die aber damals nicht zum Verkauf stand. Bereits einige Jahre vorher hatten wir nach einem "Architektentest" das Planungsbüro von Hans Mayer in Bielefeld für das zukünftige Projekt als Partner ausgewählt, das Planung und Bauantrag übernahm und uns bei der Bauleitung falls erforderlich unterstützte. Mit der Genehmigung des Bauantrages gab es keine Probleme.  Auf die Unterschutzstellung hatten wir 1993 aus Zeitgründen zunächst verzichtet, ohne dabei aber den Erhalt und eine angemessene Restaurierung und schonende Nutzung der strukturell weitgehend unveränderten Substanz außer Acht zu lassen. Aus diesem Grunde haben wir möglicherweise auf vorhandene Fördergelder verzichtet. Die Anlage wurde dann 1996 auf unseren Antrag hin zum Denkmal erklärt, wobei wir trotz unseres eigenen Anspruchs im Umgang mit Denkmälern über diesen Schritt im Nachhinein nicht nur froh waren. Da bei der Restaurierung "fast stündlich" Entscheidungen über Einzelheiten der Durchführung und Gestaltung auch im ästhetischen Sinne getroffen werden mussten, war aus unserer Sicht und Erfahrung die weitgehende Übernahme der Bauleitung vor Ort und die häufige Mithilfe und Anwesenheit, sowie der ständige Kontakt zu den Handwerkern unumgänglich, um eventuelle unsinnig wirkende Maßnahmen, die aber zur Substanz- und Strukturerhaltung notwendig waren, den Handwerkern vermitteln zu können. Das Planungsbüro von Hans Mayer in Bielefeld stand dabei in telefonischer Rufbereitschaft zur Klärung technischer Fragen. Rückblickend würden wir sicherlich Details heute anders machen oder gestalten, die Restaurierung von Wohnung und Praxis 1993 in ca. fünf Monaten aber jederzeit in dieser Form wiederholen wollen.

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