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Kindertagesstätte in Hüllhorst-Tengern

 

Gebäudesteckbrief

Gebäude:

Vierständerfachwerkhaus

Baujahr:

1887

Lage:

innerörtlicher Lage (§ 34 BauGB)

Nutzfläche.

360 m²

Leerstand:

Kein

Baurechtlicher Status:

Gebäude der Kulturgutliste des Westfälischen Amtes für Denkmal-pflege

     

Nutzung

ursprünglich:

Landwirtschaft, Stall

zur Zeit:

Kindertagesstätte

derzeitiger Nutzer:

Private Elterninitiative

     

Sonstiges

Beratung:

Bauamt Hüllhorst, Architekten Niemeyer und Unterkötter

Architekt:

Herr Unterkötter, Hüllhorst und Herr Tiemeier, Bad Oeynhausen

Besonderheiten:

guter Vertrag zwischen Besitzer und Amt
Lösung eines öffentlichen Problems
(Kitaplatzmangel)

     

Ansprechpartner

   Herr Jungemeier, Tel. : 0 57 44 - 28 80
Löhner Str. 186
32609 Hüllhorst – Tengern
           
Zur Situation

Nach Aufgabe der Landwirtschaft wurde das Haus auf Anregung der Tochter des Ehepaares Jungemeier einer neu gegründeten Elterninitiative zum Umbau für eine Kindertagesstätte angeboten. Aufgrund des Mangels an Kiga-Plätzen bestand ein öffentliches Interesse an dem e.V. Die gesamte Planung und Finanzierung konnte an das Bauamt abgegeben werden. Herr Jungemeier schloss einen Vertrag mit dem Bauamt. Für die Übernahme der Baukosten erhält das Amt nun für 25 Jahre den Großteil der Mieteinnahmen. Nach der Deckung der Kosten werden wieder die gesamten Mieteinnahmen an die Familie Jungemeier fließen.

   
Erfahrungsbericht der Nutzer

Bei der Auswahl des Hauses für die Errichtung unserer Kindertagesstätte entschied man sich damals aus drei Gründen für das Bauernhaus der Familie Jungemeyer in Tengern:

  • Das Haus liegt zentral in der Ortschaft

 

  • Das Haus hatte ausreichend Platz für eine zweigruppige Einrichtung in nur einem Geschoss
  • Das Haus hat zusätzlich einen recht großen Außenbereich

Innerhalb der Planungsphase kam es zu Schwierigkeiten bezüglich der Raumaufteilung. Es musste sich dabei sehr an den vorhandenen tragenden Wänden orientiert werden, so dass nicht alle Vorstellungen der Raumgestaltung umgesetzt werden konnten. Beim Umbau entstanden aber viele kleine Räume, die eine ideale Rückzugsmöglichkeit für kleine Spielgruppen bilden.

Während der Umbauphase bereitete der Salpeterfraß große Schwierigkeiten. Ebenso war das Abhängen der Deelendecke nicht einfach, so dass es auch heute nicht möglich ist, schwere Gegenstände (z.B. Hängematten) in der Deele aufzuhängen, die als Schlaf- und Mehrzweckraum genutzt wird.

Die große Deelentür ist durch eine Glasfront ersetzt worden, wodurch ein großer Lichteinfall in den Raum entstanden ist. Bei der Außengestaltung des Hauses wurde das alte Fachwerk erhalten und mit neuen Klinkern ergänzt. Die Kombination von großer Glasfront, altem Fachwerk und neuen Klinkern vermittelt ein Gefühl von Wärme, vertrauter und häuslicher Atmosphäre und stellt Verbundenheit her.

Die große Scheune bietet viel Platz für regelmäßige Feste wie z.B. das Sommerfest und St. Martin und dient auch als zusätzlicher Lagerraum.

In den Sommerferien fällt es immer wieder auf, dass es in den Räumen recht kühl ist, die Wände also die Wärme gut abschirmen.

Wir empfinden es auch als großen Gewinn, dass die Besitzer, Herr und Frau Jungemeyer, mit im Haus wohnen. Sie sind jederzeit bereit zu helfen und füttern in den Ferien unsere Tiere. Unsere Kinder hören gerne Geschichten über das alte Bauernhaus.

Das große Freigelände hinter dem Haus nutzen wir auch als kleinen Gemüsegarten. Die Kinder helfen bei der Kartoffelernte und bei der Heuernte mit. In der Betrachtung aller positiver und negativer Erfahrungen würde unsere Wahl immer wieder so ausfallen. Gründereltern und alle nachfolgenden Eltern schätzen unser Haus als Lebensraum für ihre Kinder.

Sabine Mohr (1.Vorsitzende)

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