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Heimathaus Lübbecke-Gehlenbeck

  
 

Gebäudesteckbrief

Gebäude:

Ehemaliges Röthemeiersches Bauernhaus

Baujahr:

1798

Lage:

Ortsdurchfahrt Gehlenbeck

Nutzfläche: 443 m²

Leerstand:

keine Angaben

Baurechtlicher Status:

Ortslage, nach § 34 BauGB

   

Nutzung

ursprünglich:

Bauernhof

zur Zeit:

Nutzung als Heimathaus

derzeitiger Nutzer:

Heimatverein Gehlenbeck e. V.

   

Sonstiges

Beratung:

 

Architekt:

Dipl.-Ing. Karl Lenk

Fördergelder:

Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Stadt Lübbecke, Amt für Agrarordnung Bielefeld

Besonderheiten:

 

     
Ansprechpartner
    
     
Erfahrungsbericht der Nutzer

Vierständer-Bauernhaus aus Fachwerk von 1798 mit Steilgiebel am Wirtschaftsteil und rechteckigem Steckwalm am Wohnteilende. Gefache verputzt; Giebel am Wirtschaftsteil über Stichbalken vorkragend. Vorschauergefach mit zurückliegendem Tor. Bauinschrift mit Datierung am ersten Torbalken. An beiden Traufseiten des Wirtschaftsteils spätere Stallerweiterungen ohne Denkmalwert.

Der innere Grundriss stellt sich in tradioneller Weise mit Längsdeele und seitlichen Stalleinbauten dar. Deele und Flett sind noch nicht voneinander getrennt. Das Flett nach Osten besteht noch mit bauzeitlicher, hoher Lucht; nach Westen dagegen wurde später eine hohe Küche abgeteilt. Beide Deelenständerreihen wurden im 19. Jahrhundert nach innen gerückt, um größere Stallseitenschiffe zu erhalten.

Kammerfach mit traufseitigem Vorsprung nach Osten. Dieser Vorsprung ist schon alt, jedoch wurde das Fachwerk der Außenwände in diesem Bereich im 19. Jahrhundert erneuert. Das Kammerfach war ehemals in drei Räume unterteilt. Der westliche Raum wurde später noch einmal durch eine Querwand in zwei Räume geteilt. Die traufseitigen Räume des ehemals dreigeteilten Kammerfaches wurden bauzeitlich unterkellert. Die Kellerwände bestehen aus Bruchsteinmauerwerk mit Wandnischen. Der mittlere Raum des Kammerfaches ist dagegen nicht unterkellert. Vermutlich lag hier die alte Küche von 1798, da es dort einen inzwischen zugemauerten Zugang zum Keller unter dem östlichen Wohnraum gibt. Der alte Kellerzugang zum westlichen Keller ist dagegen zur Flettzone orientiert und wird bis heute genutzt.

Das Dach wurde vermutlich um 1922 neu aufgeschlagen. Dabei dürfte auch der Rechteckwalm am Wohnteilende entstanden sein. Der Dachstuhl besteht aus Nadelholz.

                                                                                                          
                                                             
                                                               
                                                               
                                                               
                                                               
                                                               
                                                               
                                                               
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