Evangelische St. Dionysius KircheAdresse: Am Kirchplatz 1, 32361 Preußisch OldendorfGründung und Name In Preußisch Oldendorf befindet sich die im Jahre 969 erstmals urkundlich erwähnte St. - Dionysius - Kirche. Als Karl der Große (747-814) die Sachsen mit Kreuz und Schwert zum christlichen Glauben bekehrte, wurde auch in „Aldenthorpe“, dem alten Dorf, eine dem heiligen Dionysius, dem Bischof von Paris geweihte Kirche errichtet. Sie bildete die Mutterkirche für die ganze Umgebung.
Mit ihrer rund 1200-jährigen Geschichte ist sie die älteste Kirche in der jetzigen Stadt Preußisch Oldendorf und in der weiteren Umgebung.
Das Kirchengebäude von damals gibt es schon lange nicht mehr. Nachrichten über Kirchenbauten vor 1510 sind nicht überliefert. Es ist ziemlich sicher, dass zu Beginn des 13. Jahrhunderts anstelle dieser ersten Kirche ein Neubau erfolgte. Beim Umbau der Kirche 1905/1906 fand man im Altar einige Reliquien und ein Schriftstück mit der Jahreszahl 1211. Vor allem im 30-jährigen Krieg wurde die Kirche mehrfach gebrandschatzt, geplündert und besetzt. Bei einem Brand im Jahre 1506 wurde der Kirchenbau und ein großer Teil des Ortes durch eine Feuersbrunst vernichtet. Der heutige Bau aus dem Jahre 1510 hat die große Feuersbrunst von 1752 überstanden, als mehr als 30 Häuser -also die halbe Stadt- abbrannten. Die Kirche ist von dem noch heute sichtbaren Häuserring um den Kirchplatz, den sogenannten Kirchhöfern, umgeben.
An der Kirche wurden von alters her die Toten bestattet. Zur Zeit des Königreichs Westphalens wurde von den Franzosen 1808 angeordnet, einen besonderen Friedhof außerhalb des Ortskerns anzulegen. Er befindet sich nunmehr 500 m westlich an der Bundesstraße 65. Kirche, Anbau, Orgel, Altar, Taufbecken
Es handelt sich um eine spätgotische, zweischiffige, dreijochige Hallenkirche mit Ostchor mit 5/8-Schluss, Westturm und einer zweigeschossigen Sakristei an der Nordseite des Chores. Im Hauptschiff und im Chor befinden sich Sterngewölbe. Aus dem Hauptschiff und dem deutlich schmaleren Nordschiff ergab sich ein asymmetrischer Grundriss. In den letzten Jahrzehnten wurden aufwendige Dachstuhl- und Gewölbesanierungen durchgeführt.
Das geschnitzte Taufbecken stammt aus der Zeit um 1660 und der Kronleuchter aus dem Jahr 1734.
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| 24.09.2015 |
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