Sicherungsmaßnahmen an RathausfassadeIm Zuge der Untersuchungen zum Zustand des Rathauses wurden kürzlich die Natursteinfassaden ausgiebig durch einen Gutachter geprüft. Da das Rathaus in zwei Abschnitten gebaut wurde (der „Altbau“ in den 60er- und der „Neubau“ in den 80er-Jahren), sind bei den Naturstein-Fassadenplatten zwei verschiedene Materialien und Befestigungssysteme verwendet worden. Beim Altbau wurden Muschelkalk-Platten mittels Mörtel an den Außenwänden befestigt. Der Gutachter stellte nun bei großen Teilen dieser Fassade Hohlräume hinter den Platten fest, die auf ein nicht vollflächiges Mörtelbett und Ablösungen zwischen Platten, Mörtel und Wand hindeuten; einige Platten haben sich bereits sichtbar abgelöst und aus dem Gefüge bewegt. Im Falle des Neubaus wurden „hinterlüftete“ Sandsteinplatten mittels Ankern an den Betonwänden montiert. Hier wurden bei der Untersuchung verschieden starke Beschädigungen einiger Platten festgestellt; die Witterung und Spannungen im Material haben teils für kleinere Abplatzungen und Ankerausbrüche und teils für Spaltungen ganzer Platten gesorgt. Es ist also wahrscheinlich, dass sich Platten in Teilen oder vollständig lösen und herunterstürzen werden. Zur Sicherheit der Bürger und Angestellten mussten diese Bereiche unverzüglich großräumig abgesperrt werden, bis weitere Sicherungsmaßnahmen hergestellt werden konnten. Hierzu gehört unter anderem die Montage von Fassaden-Netzen und einem „Gerüst-Tunnel“ am Altbau; die entsprechenden Arbeiten sollen noch vor dem City-Fest abgeschlossen und die Breslauer Straße wieder freigegeben sein. Diese Maßnahme macht den Handlungsbedarf bei der Erneuerung des Rathauses auch nach außen weithin sichtbar. |
| 30.08.2022 |
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