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Schnelles Internet in Minden-Lübbecke - Masterplan für den Breitbandausbau

Der Kreis Minden-Lübbecke strebt zusammen mit den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet eine flächendeckende Versorgung mit der Glasfasertechnik FTTB („fibre to the building“ = Glasfaserkabel bis in jedes Haus) an.

Mit der Erarbeitung eines Masterplans für den Breitbandausbau im Kreis Minden-Lübbecke wurde das Unternehmen micus Strategieberatung GmbH, Düsseldorf, beauftragt. Am 13.06.2016 hat micus im Kreishaus Minden die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt.

Aktuell besteht in den verdichteten Siedlungsbereichen (Minden, Bad Oeynhausen, Lübbecke, Espelkamp, Rahden, Porta Westfalica) eine gute und leistungsfähige Breitbandversorgung, allerdings ist die Versorgungssituation in den ländlichen Bereichen (u.a. Stemwede, Petershagen, Hille, Hüllhorst, Pr. Oldendorf sowie in den ländlichen Bereichen der o.g. Kommunen) deutlich schwächer und wird von Unternehmen und Einwohnern als Standortnachteil empfunden. Die FTTB-Technik bedeutet für alle Bereiche im Kreisgebiet einen qualitativen Sprung und würde auch zukünftig eine nachhaltige Leistungsstärke sowohl für die wirtschaftliche als auch für die private Nutzung bieten.

Der Masterplan teilt sich auf in die Arbeitspakete Bestandsanalyse, Netzplanung und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Er sieht eine FTTC („fibre tot he curb“ = Glasfaser bis zum Kabelverteiler)-Netzplanung für die bis jetzt unterversorgten (< 30 Mbit/s) Kabelverteilzentren und Gewerbegebiete sowie eine flächendeckende FTTB-Netzplanung für alle unterversorgten Haushalte sowie Industrie- und Gewerbegebiete im Kreisgebiet vor.

Micus stellt fest, dass die Versorgungssituation im Kreis Minden-Lübbecke im Verhältnis zu vergleichbaren Kreisen besser als erwartet ist bzw. durch eigenwirtschaftlichen Ausbau der Telekommunikations-Unternehmen in den nächsten drei Jahren verbessert wird. Während insbesondere in den Siedlungsschwerpunkten im Südosten des Kreisgebietes die Versorgungssituation dann zufriedenstellend sein wird, sind in den stärker ländlich geprägten Bereichen im Kreisgebiet noch viele sog. „weißer NGA-Flecken“ (< 30 Mbit/s) vorhanden. (NGA = „next generation access“ = Netze der nächsten Generation).
Insgesamt müssen noch rd. 18 % der Haushalte und Unternehmen im Kreisgebiet versorgt werden. Notwendig ist dafür ein FTTB-Netz von rd. 1.949 km. Ein Teil der hierfür entstehenden Kosten kann durch Fördergelder von Bund und Land NRW abgedeckt werden.

In den weiteren Schritten wird micus die notwendigen Förderantragstellungen vorbereiten sowie Umsetzungsgespräche von Ausbauprojekten mit möglichen Investoren und Providern begleiten.
Die Präsentation vom 13.06.2016 finden Sie hier: http://www.minden-luebbecke.de/media/custom/1891_3752_1.PDF?1465892543

Ansprechpartner beim Kreis Minden-Lübbecke für die Koordination des kreisweiten Breitbandausbaus ist

Andreas Holsmölle,
Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung
Tel.: 0571 / 807-23160
E-Mail: a.holsmoelle@minden-luebbecke.de

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