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Rahden zeigt Flagge gegen Gewalt

Häusliche Gewalt – dieses Thema ist unabhängig von Alter, Bildungsstand und Herkunft für jeden und jede von uns relevant. Im Jahr 2017 gab es im Kreis Minden-Lübbecke 399 bei der Polizei gemeldete Fälle von häuslicher Gewalt. Welches Ausmaß das Thema deutschlandweit hat, machte Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey beim ersten „Runden Tisch von Bund, Ländern und Kommunen gegen Gewalt an Frauen“ am 18.9.2018 deutlich:

 "Bei Gewalt gegen Frauen, insbesondere häuslicher Gewalt, handelt es sich nicht um Einzelfälle: In Deutschland wird jeden dritten Tag eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Im Jahr 2016 wurden fast 110.000 Frauen Opfer von versuchten oder vollendeten Delikten - darunter Mord, Totschlag, Körperverletzung, Bedrohung, sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung durch ihre Partner oder Ex-Partner. Und das sind nur die Taten, die bei der Polizei angezeigt wurden. Diesen Frauen müssen wir helfen, der Gewalt zu entkommen.“

 Der Internationale Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen und Mädchen“ am 25. November ist weltweit zum Symbol geworden, sich gegen jegliches Unrecht an Frauen und Mädchen zu wehren.

 Auch Bürgermeister Dr. Bert Honsel, Familien- und Gleichstellungsbeauftragte Heike Krüger, Vertreterinnen der Rahdener Kindergärten und des Jugendzentrums Rahden setzen ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und beteiligen sich an der bundesweiten Fahnenaktion von Terre des Femmes für ein freies und selbstbestimmtes Leben für Frauen und Mädchen weltweit.

 Im Jugendcafé Rahden wurde die Situation von Mädchen in Deutschland und der Welt bereits zum Weltmädchentag (11.10.) diskutiert. In der Woche nach dem 25.11.18 werden sich die Mitarbeiter*innen gemeinsam mit den Besucher*innen nochmal mit dem Thema "Gewalt und wie man sich bestmöglich schützen kann" beschäftigen. Dabei spielt natürlich auch die Unterstützung von bereits Betroffenen eine Rolle. 

 „Hilfe finden betroffene Frauen sowie deren Angehörige, Freundinnen und Freunde und Fachkräfte unter anderem beim bundesweiten Beratungsangebot für Frauen dem Hilfetelefon“, teilt Heike Krüger mit.  Unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung werden Betroffene aller Nationalitäten 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr anonym und kostenfrei unterstützt.  Weitere Informationen und Beratungsangebote zu diesem Thema finden Betroffene bei der Stadt rahden, in allen Rahdener Kindergärten und im Jugendcafé der Stadt Rahden.

 

Heike Krüger, Kadia Oedekoven, Silvia Döding-Mayer, Karin Rüter-Tirre, Imke Buchholz, Simone Verbarg-Wüllner, Dr. Bert Honsel, Carola Gruthus, Johanna Thater (von links im Kreis)

23.11.2018 
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