Oppenweher Moor
Das Oppenweher Moor gehört mit seinen rund 720 ha Fläche zur Diepholzer Moorniederung und ist eines der bedeutendsten Hochmoore Nordwestdeutschlands. Außerdem besondere Bedeutung für den internationalen Naturschutz, denn es ist ein Hochmoor, was bedeutet, dass es ausschließlich von Regenwasser genährt wird.
Im 20. Jahrhundert wurden Moore großflächig für den Torfabbau entwässert, und so zu großen Teilen zerstört. Das Oppenweher Moor wurde aufwendig renaturiert, also wieder vernässt und mit viel Pflege und aufwendiger Bewirtung wieder zu dem gemacht, was es heute ist: Ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturfans.
Die wichtigsten im Oppenweher Moor wachsenden Pflanzen sind die Torfmoose, da sie allein für das Wachstum des Moores verantwortlich sind. Besonders schön anzusehen sind auch die Wollgräser, die die Moorfläche jedes Frühjahr in ein weißes Meer verwandeln. Auch die Glocken- und Rosmarinheide tauchen das Moor währen ihrer Blütezeit in Farbe: ein kräftiges Magenta.
Das Oppenweher Moor ist die Heimat einiger seltener und gefährdeter Vogelarten wie zum Beispiel der Bekassine, die hier den landesweit höchsten Brutbestand aufweist. Auch die Krickente, der Raubwürger und das Schwarzkehlchen sind hier zu finden.
Ein beeindruckendes Naturschauspiel ist in jedem Jahr die herbstliche Kranichrast, die die grauen Riesen hier auf dem Weg zwischen Brut- und Überwinterungsgebiet einlegen. In Spitzenzeiten können hier bis zu 40.000 Kraniche beobachtet werden.