Neues Klinikum im Lübbecker Land
Die Mühlenkreiskliniken und der Kreis Minden-Lübbecke als Eigentümer des Klinikverbundes bearbeiten seit 2021 intensiv die Entwicklungsperspektiven für die heimischen Krankenhäuser. Damals wurden vier alternative Szenarien, u. A. eine Sanierung im Bestand, öffentlich dargestellt und deren Vor- und Nachteile abgewogen. Wesentliche Faktoren waren Erreichbarkeit und medizinische Versorgungsqualität für die Menschen, Attraktivität für die Mitarbeiter in Zeiten von Fachkräftemangel und die Wirtschaftlichkeit der Krankenhäuser.
Die Mühlenkreiskliniken präsentieren auf Ihrer Internetseite eine Vielzahl von Informationen, unter anderem die aktuellen Planentwürfe für das Klinikum Lübbecker Land in Espelkamp.
https://www.muehlenkreiskliniken.de/home/neubau
Was hat der Kreistag bis jetzt entschieden?
Einstimmig hat sich der Kreistag im Oktober 2021 für die Variante mit zwei Krankenhaus-Neubauten entschieden: in Bad Oeynhausen und im Lübbecker Land. Zur Niederschrift der Kreistagssitzung.
Einstimmig hat der Kreistag im Februar 2022 die Kriterien für die Suche des am besten geeigneten Standortes für ein neues Krankenhaus im Lübbecker Land festgelegt. Zur Niederschrift der Kreistagssitzung.
Beschluss des Kreistages vom 31. Oktober 2022:
Der Kreistag beschließt, das Grundstück ,,Gabelhorst" in Espelkamp für einen möglichen Klinikneubau im Lübbecker Land vorzusehen.
Bei einem möglichen Neubau ist die Ost-West-Ausrichtung der baulichen Aniagen zu planen. Gieichzeitig soll der nördliche hochwertige Waldbereich bei den zukünftigen Planungen als ErhoIungswald für das Krankenhaus dargestellt und erhalten werden. Die Stadt Espelkamp wird gebeten, die entsprechenden Schritte zur planungsrechtlichen Umsetzung einzuleiten. Zusätzlich ist entlang der B239 ein Waldstreifen dauerhaft zu erhalten. Dieser dient als Lärm- und Staubpuffer zur Abgrenzung des neuen Krankenhauses. Als Kompensationsmaßnahme für die in Anspruch genornmene Waldfläche ist eine dreifache Aufforstung einzuplanen. Der Kreistag fordert den Verwaltungsrat der Mühlenkreiskliniken auf, diese Vorgaben bei den nächsten Umsetzungsschritten zu berücksichtigen. Die Kreisverwaltung schließt eine Vereinbarung mit den Grundstückserwerbern mit dem Inhalt, dass bis zu einem endgültigen Baubeschluss keinerlei Rodungsmaßnahmen auf dem Grundstück durchgeführt werden. Zugleich wird die Kreisverwaltung beauftragt zu prüfen, inwiefern die Straße Gabelhorst für die Bauplanungen umgelegt oder zu einer Zufahrtsstraße umgewidmet werden kann. Gleichzeitig muss dann geprüft werden, wie bei einer Umlegung der Straße eine Anbindung des zukünftigen Krankenhauses an das Straßennetz erfolgen kann.
Des Weiteren fordert der Kreistag die Verwaltungsspitze erneut dazu auf, möglichst gemeinsam mit den hiesigen Landtagsabgeordneten Gespräche mit dem Land über weitere finanzielle Fördermittel aufzunehmen.
Am 23. Oktober 2023 hat der Kreistag beschlossen, dass die Mühlenkreiskliniken die Grundstücke für den geplanten Neubau eines Krankenhaues in Espelkamp am Standort „Gabelhorst“ kaufen sollen.
Am 27. November 2023 hat der Kreistag grundsätzlich die medizinische Ausrichtung des Konzerns beschlossen, die für die weitere Förderantragstellung Grundlage ist. Ziel ist ein Neubau in Espelkamp mit insgesamt 370-400 Betten auf dem Grundstücksvorschlag „Gabelhorst“. Der Bau des Krankenhauses soll waldschonend umgesetzt werden. Folgende medizinische Leistungsangebote sind geplant:
Am 27. August 2024 erfolgte Auswahl und Entscheidung eines Architekturmodelles (HOAI LP 2) für das Neubauvorhaben Lübbecker Land. Auf dessen Grundlage wird der Antrag auf Förderung aus Mitteln des Krankenhausstrukturfonds II überarbeitet. Die Wahl fiel auf die Planungen des Büro Ludes.
Pressemitteilun MKK vom 28.08.2024
Warum kann nicht alles bleiben wie es ist?
Die Krankenhäuser in Lübbecke und Bad Oeynhausen sind in einem schlechten Zustand und benötigen dringend umfassende Sanierungsmaßnahmen. Es gibt zahlreiche Probleme wie defekte Wasserleitungen, mangelhafte Lüftung und Brandschutz, sowie Probleme mit Strom- Lind Gasleitungen, Fenstern, Sanitäranlagen, Fassade und Dach. lm Jahr 2021 gab es allein zwei Wasserrohrbrüche pro Woche im Durchschnitt.
Wieso soll es einen Neubau geben?
Die Krankenhäuser in Lübbecke und Bad Oeynhausen sind in einem schlechten Zustand und benötigen umfassende Sanierungen, die sehr teuer wären. Zudem haben die Gebäude strukturelle Defizite, die durch eine Sanierung nicht behoben werden könnten. Insbesondere fehlt es an Platz auf den Stationen und die Bereiche wie Notaufnahme, Intensivstation, Kreißsaal, OP und Diagnostikzentrum können aufgrund der Grundrisse nicht optimal angeordnet werden.
Ein weiterer Grund für den Bau eines neuen Krankenhauses ist der gesellschaftliche und politische Wille, die stationäre Krankenversorgung zu verändern. Krankenhausaufenthalte sollen kürzer werden und es werden mehr ambulante Eingriffe durchgeführt. Dafür benötigen Krankenhäuser andere Strukturen, wie zum Beispiel mehr Diagnostikräume und Eingriffsräume.
Die Landesregierung NRW hat dies erkannt und im neuen Krankenhauspian 2022 neue Anforderungen eingeführt. Statt der Anzahl an Betten gibt es jetzt sogenannte "Leistungsgruppen". Zudem wurde erstmals eine Zeitvorgabe für die Erreichbarkeit eines Grundversorgers festgelegt. Die Regierung belohnt Krankenhäuser, die sich auf diese Veränderungen einstellen, durch ein Förderprograrnm für Konzentration, Abbau von Doppelstrukturen und Standortschließungen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Grundversorgung in der Region.
lst die Entscheidung für einen Neubau schon gefallen?
Es gibt bisher keinen endgültigen Beschluss für einen Neubau von Krankenhäusern in Lübbecke und Bad Oeynhausen. lm Juni 2022 haben jedoch der Kreistag und der Verwaltungsrat der Mühlenkreiskliniken beschlossen, den vorgeschlagenen Weg mit den beiden Neubauten weiter zu verfolgen. Nun werden weitere Planungen durchgeführt, um auf dieser Grundlage eine finale Entscheidung über einen möglichen Bau zu treffen.
Stand April 2026:
In den nächsten Monaten werden im gesamten Kreisgebiet Informationsveranstaltungen zu der Entwicklung der Klinikstandorte im Kreis Minden-Lübbecke stattfinden.
In der Kreistagssitzung am 29.06.2026 werden die Neubauprojekte und deren Finanzierung vorgestellt.
Der Baubeschluss ist für die Kreistagsitzung am14.09.2026 geplant.
Welche wesentlichen Gründe gibt es für den Krankenhausneubau im Lübbecker Land?
• Keine jahrelange Belastung der Patientinnen und Patienten durch Lärm und Schmutz infolge von Baumaßnahmen im laufenden Betrieb
Gute Erreichbarkeit in zentraler Lage
• Höheres Leistungsangebot
• Bessere Versorgungsqualität
• Bessere personelle Ausstattung mit Ärztinnen / Ärzten und Pflegepersonal
• Höhere Wirtschaftlichkeit
• Fördermittel vom Land NRW
Welche Gründe sprechen für die Fläche Gabelhorst?
- Zentralität und verkehrliche Erreichbarkeit: Optimale Abdeckung des Altkreises Lübbecke - Erreichbarkeit in maximal 20 Minuten Fahrzeit. Direkte Anbindung zur B239 und Nähe zur L770. Bestmögliche ÖPNV-Anbindung: Bahnhof fußläufig erreichbar
- Attraktives UmfeId für Patienten und Beschäftigte: direkte Stadtnähe mit vielen Versorgungsfunktionen - Einkaufen, Erholung, KiTas, Schulen
- Flächenverfügbarkeit
- Planungsrechtliche Umsetzbarkeit ein Bebauungsplan ist dort auch tatsächlich möglich und bindet sich gut in eine kompakte Stadtentwicklung ein (kein Bau auf der „Grünen Wiese" - es passt zu den Zielen von Regionalplan und Flächennutzungsplan)
- Naturschutzfachlich: im Vergleich verschiedener Optionen am Ende die „verträglichere Variante".
Gibt es bereits Gutachten und Ergebnisse zu den Auswirkungen des Projektes auf die Umwelt?
Stand Februar 2024:
Eine detaillierte Untersuchung und Darstellung der fachlichen Ergebnisse zu relevanten Umweltfaktoren wird im Rahmen des Bauleitplanverfahrens erfolgen.
Ohne Prüfung und Prüfungsergebnisse in Bezug auf die §§ 44 Bundesnaturschutzgesetz i. V. mit § 39 BNatSchG, kann kein planungs- und baurechtliches Verfahren umgesetzt werden. Das bedeutet, dass die Genehmigung des Bauprojekts davon abhängt, ob die Auswirkungen auf Natur und Umwelt im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen stehen.
Stand April 2026:
Folgende Gutachten liegen vor und können hier eingesehen werden:
- Artenschutzprüfung (ASP)
- Biotoptypenkarte zur Artenschutzprüfung
- Biotopbaumkartierung Gabelhorst Ost
- Erfassungen zu Avifauna, Amphibien, Fledermäusen
- Verkehrsuntersuchung
- Baugrunduntersuchung
- Klimauntersuchung
- Schall
- Geruch und Bioaerosole
- Umweltberichte
Sind bereits Rodungen geplant?
Stand Februar 2024:
Derzeit sind die Grundstücke noch nicht komplett im Besitz der MKK. Das bedeutet, dass theoretisch die aktuellen Eigentümer Rodungen vornehmen könnten. Für eventuell erforderliche Genehmigungen für Rodungen ist die Stadt Espelkamp nicht Genehmigungsbehörde und somit nicht am Verfahren beteiligt. Auf eigenen Grundstücken der Stadt im Bereich des Gabelhorstwaldes plant die Stadt keine Fällmaßnahmen, die über die Verkehrssicherung hinausgehen.
Stand April 2026:
Die Grundstücke sind im Besitz der Mühlenkreiskliniken. Erste Rodungen auf dem westlichen Grundstück werden mit Beginn der Baustelleneinrichtung erforderlich.
Wo ist der Ausgleich geplant?
Stand Februar 2024:
Der Ausgleich sollte möglichst ortsnah stattfinden und erfordert Abstimmungen mit Fachbehörden wie der Unterer Naturschutzbehörde, Wald und Holz NRW, die im Rahmen des Bauleitplanverfahrens um ihre Stellungnahmen gebeten werden. Aussagen zu Ausgleichsflächen und deren langfristigen Nutzen werden daher erst im Rahmen des Bauleitverfahrens erfolgen.
Eventuelle vorgezogene Ausgleichsmaßnehmen, CEF-Maßnahmen (continuous ecological functionality), könnten in Betracht gezogen werden, sobald die Artenschutzgutachten abgeschlossen sind.
Stand April 2026:
CEF-Maßnahmen: CEF-Maßnahmen sind für Fledermausarten erforderlich. Dazu wurden Flächen in der Umgebung ausgewählt die für Ersatzquartiere geeignet sind:
Die erforderlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplanes werden ausführlich in der Begründung zum Bebauungsplanentwurf auf den Seiten 21 bis 23 sowie im Umweltbericht zum Bebauungsplanentwurf auf den Seiten 57 bis 62 dargestellt. Da das Bauleitplanverfahren noch läuft, kann es noch zu Änderungen kommen.
Wie nachhaltig ist ein Neubau?
Stand Februar 2024:
Bezüglich des Klinikneubaus und dessen Nachhaltigkeit sollten Fragen direkt an die MKK gerichtet werden.
Die Nachhaltigkeit des geplanten Neubaus und die Anlagejahre des Baus können im Rahmen von umfassenden Umweltstudien und Bewertungen ermittelt werden. Eine genaue Einschätzung erfordert eine detaillierte Analyse der Baupläne und ökologischen Auswirkungen. Dem gegenüber steht dann die Bindung von CO2 durch den Wald. Hier gehen die Berechnungen von 6to bis 13to CO2 pro Jahr und Hektar Wald.
Wo finde ich weitere Informationen zum Thema Krankenhausversorgung?
Es gibt wederhin eine Vielzahl von öffentlich verfügbaren lnformationsquellen, die den ganzen Prozess und auch die medizinischen Vorteile für die Menschen transparent dokumentieren:
https://www.muehlenkreiskliniken.de/home/neubau/faq
https://www.minden-luebbecke.de/Startseite/Entwicklungsperspektiven-der-M%C3%BChlenkreiskliniken-/
In dem Zusammenhang sei ausdrücklich auf das umfangreiche Geoportal des Kreises Minden-Lübbecke hingewiesen. Hier werden Themen wie Baurecht, Naturschutz, Klimadaten etc. auf der Basis von Karten leicht zugänglich und verständlich kostenlos bereitgestellt: https://www.minden-luebbecke.de/Service/GEOportal/
Was ist am Standort Espelkamp geplant?
Am 28.02.2024 liegt das Raum- und Funktionsprogramm sowie eine Grobkostenprognose, erstellt von der Endera Gruppe vor.
Für die Bereiche Diagnostik und Therapie wird mit 5.314,5m² Nutzfläche gerechnet.
Für den Bereich Pflege werden 12.757 m² Nutzfläche benötigt. Darin enthalten sind 200 Betten für die somatische Versorgung und 200 Betten für die psychatrische Versorgung.
Insgesamt kommt die Enderagruppe mit weiteren Bereichen auf eine Nutzfläche von 22.173,5 m² auf maximal 3 bis 5 Stockwerken.
Stand: Leistungsphase 2 HOAI, Vorentwurfsplanung 28.08.2024
„…Geplant werden im Lübbecker Land ein Haus der Grund- und Regelversorger inklusive einer universitären Psychiatrie und einer universitären Psychosomatik mit insgesamt 400 Betten, einer Notaufnahme, einem Zentral-OP, drei Kreißsälen, einer Radiologie mit CT und MRT, einer Endoskopie mit fünf Sälen, klinischen Ambulanzen, eine Funktionsdiagnostik und eine große geriatrische Abteilung.
Das Medizinische Zentrum für Seelische Gesundheit soll neben 156 Betten für die allgemeine und akute Psychiatrie auch über 44 psychosomatische Betten sowie 20 tagesklinische Plätze verfügen.
Der Entwurf des Architekturbüros LUDES sieht getrennte Baukörper für die Somatik und die Psychiatrie vor, die aber über eine Hauptmagistrale verbunden sind.
Das dreigeschossige Gebäude ist teilunterkellert und wird über eine PV-Anlage mit Strom versorgt. Zudem sollen weitere Teile des Dachs begrünt werden. Auf dem Gelände sind Teichanlagen als Regenrückhaltebecken geplant. Insgesamt stehen 22.787 Quadratmeter Nutzfläche bei einer Bruttogeschoßfläche von 44.872 Quadratmetern zur Verfügung. Inklusive der Medizintechnik werden die Kosten nach DIN 276 (2. Ebene) auf 252 Millionen Euro geschätzt. In den Kosten ist ein Parkhaus noch nicht berücksichtigt….“
(Pressemitteilung MKK vom 28.08.2024)
Die genaue Position, Größe und Materialien können sich im weiteren Verlauf der Planung noch ändern!
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Stand April 2026:
Die Basis der Planung für das Klinikum Lübbecker Land bietet das Raum- und Funktionsprogramm von der Endera Gruppe aus dem Jahr 2024. Dies wurde im weiteren Verlauf der Planung verfeinert und fortgeschrieben. Das Klinikum ist geplant als Haus der Grund- und Regelversorgung mit insgesamt 400 Betten, aufgeteilt in 200 Betten für die somatische Versorgung und 200 Betten für die psychiatrische Versorgung. Abgebildete Funktionsbereiche sind eine zentrale Notaufnahme, eine Allgemeinchirurgie, eine Gastroenterologie und Endoskopie, eine Pneumologie und Kardiologie, eine Unfallchirurgie (inkl. Traumatologie), drei Kreissäle mit Not-Sectio und angrenzender Neugeborenen-Station, eine Gynäkologie, eine Intensiveinheit mit dem Angebot des Weanings, Geriatrie, Psychosomatik, Psychiatrie sowie eine psychiatrische und eine geriatrische Tagesklinik. Im OP-Zentrum inklusive Robotik werden vier OP-Säle abgebildet.
Das dreigeschossige, teilunterkellerte Gebäude lässt sich in zwei Gebäudeteile (Psychiatrie und Somatik) trennen, welche durch eine Hauptmagistrale miteinander verbunden sind. Erschlossen wird das Klinikum über eine zentral gelegene Eingangshalle. Über einen an das Untergeschoss grenzenden Wirtschaftshof erfolgt die Ver- und Entsorgung. Ein weitere zweigeschossiger Baukörper ist das Lehr- und Verwaltungsgebäude, welches zusätzliche Funktionen wie eine physiotherapeutische Einheit und kritische Technikflächen beinhaltet. Die maximal dreigeschossige Bauweise liegt damit in der Höhe unterhalb der Baumkronen und bewahrt somit die grüne Umgebung. Zur störungsfreien Anbindung sind zwei Zufahrten geplant. Die nördliche Zufahrt nimmt die die Verkehre der Liegendkrankenvorfahrt sowie gentrennt davon den Wirtschaftsverkehr auf. Die zentrale Zufahrt von der Straße Gabelhorst für Besucher, Patienten und Mitarbeiter stellt die Verbindung zum Haupteingang mit einer Drop-Off-Zone dar. Darüber hinaus ist eine Hubschrauberlandemöglichkeit im Süden des Grundstücks geboten.
Die Stromversorgung des Hauses erfolgt über Wärmepumpen und eine PV-Anlage. Zusätzlich werden Teile der Dachflächen begrünt. Auf dem Gelände ist ein trockenes Retentionsbecken geplant.
Die Bruttogeschossfläche des Neubauprojekts im Ist-Zustand der Planung beläuft sich auf 48.038 m². Die Nutzungsfläche beträgt 22.918 m². Der Bereich Diagnostik und Therapie beläuft sich davon auf eine Nutzungsfläche von 5.825 m² und der Pflegebereich auf 13.137 m². Weitere Flächen teilen sich auf die Bereiche Lehre, Verwaltung, Ver- und Entsorgung sowie Technikflächen auf.
Die Summe der Kostenberechnung inkl. der Medizintechnik beträgt 281 Mio. € ohne die Berücksichtigung möglicher Baupreissteigerungen und des Parkhauses.
Der Förderantrag wurde fristgerecht zum 28.02.2026 mit dem Stand der LP 3 abgegeben. Der nächste Meilenstein ist die Abgabe des Bauantrags voraussichtlich Ende April 2026.
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Welche Informationen gibt es zum Bebauungsplan Nr. 72 »Klinikum Lübbecker Land«?
Start der Bauleitplanung
Aufstellungsbeschluss Bebauungsplan Nr. 72 „Klinikum Lübbecker Land“ im Verfahren mit der 73. Änderung des Flächennutzungsplanes im Ausschuss für Stadtentwicklung und Klimaschutz gefasst.
Der Geltungsbereich umfasst eine Fläche von ca. 13 ha. Davon sind aktuell 6 ha Wald und Forstflächen und 5,5 ha landwirtschaftlich genutzt.
Der nördliche Teil Waldbereich, an der Koloniestraße, liegt nicht im Geltungsbereich des Bebauungsplanes für den Krankenhausstandort.
Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit
Am 04.12.2024 fand im Gesellschaftsraum des Bürgerhauses Espelkamp die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit statt.
Das Büro Drees & Huesmann informierte anhand einer Präsentation über den Ablauf der Bauleitplanung zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 72 „Klinikum Lübbecker Land“ im Verfahren mit der 73. Änderung des Flächennutzungsplanes.
Im Anschluss an die Präsentation hatten die anwesenden Bürger die Möglichkeit ihre Fragen und Anregungen vorzubringen.
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Öffentliche Auslegung
Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat in der Sitzung am 05.03.2026 die Offenlage des Bebauungsplanes und der 73.Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen.
Die Entwurfsfassungen der Bauleitpläne, Begründungen, Gutachten etc. wurden in der Zeit vom 20.03.2026 bis 22.04.2026 online und im Rathaus öffentlich ausgelegt. Stellungnahmen konnten während der Dauer der Veröffentlichungsfrist abgeben werden.
Die Verfahrensunterlagen zur Offenlage stehen unter folgendem link zur Verfügung:
Satzungsbeschluss
Der Rat der Stadt Espelkamp hat in seiner Sitzung vom 15.07.2026 die 73. Änderung des Flächennutzungsplanes und den Bebauungsplan Nr.72 „Klinikum Lübbecker Land“ als Satzung beschlossen.
Die Planunterlagen und die Begründungen können im Geoportal des Kreises Minden-Lübbecke eingesehen werden.