Museumshof auf Tour
Im Lütken Hus war die Ausstellung „Amerika-Auswanderer und Hannekemaaiers – Junge Landleute machen mobil“ vom 01. Mai bis zum 07. Oktober 2007 zu besichtigen.
Da in den Niederlanden zur Ehrung der deutschen Grasmäher der Hannekemaaierspad von Neurhede bis Bakkeveen entstanden ist, wurde die Idee geboren, diesen 90 Kilometer langen Pfad wenigstens symbolisch bis Bourtange mit Sensen und in Holzschuhen zu erwandern. Von Neurhede bis Bourtange sind es ungefähr 4 Kilometer.
Am 24. Juni 2007 starteten 49 Grasmäher von Rahden mit dem Bus und noch 12 weitere Gäste mit dem Auto gen niederländische Grenze nach Neurhede. Von hier aus ging es dann zu Fuß unter fachkundiger Führung bis zur Festung Bourtange, wo die Gruppe am Friesischen Tor von der Managerin Margriet van Klienken empfangen wurde. Einige Rahdener Heimatfreunde und die Volkstänzer trugen ihre Sensen auf dem Rücken, hatten ihren Verpflegungssack dabei, wanderten in Holzschuhen und versuchten nachzuempfinden, wie vor rund 150 Jahren die Grasmäher den weiten Weg von Rahden bis Friesland bewältigt haben. Gäste aus Stemwede, Lübbecke, Vlotho, den Niederlanden und USA folgten zu Fuß der Gruppe.
Die Not zwang vor 150 Jahren viele Menschen im Rahdener Land zum Grasmähen und Torfstechen nach Friesland zu wandern. "Gastarbeiter" würden sie heute genannt werden. Die Wanderung auf den Spuren dieser Hollandgänger als praktischer Beitrag und zur Ergänzung der Ausstellung war für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis.