Altenkammer, Spinnstube, Jungbauernkammer und Magdkammer
Altenkammer
Das Himmelbett (um1825) in der Altenkammer, Einstieg auch von der Stube aus möglich, hat am Fußende verschließbare Fächer für Geld und Wertsachen, die „Hohe Kante“. Von der Mitte des Himmels häng der „Help-up“ herab, mit dessen Hilfe sich die alten Leute im Bett aufrichten konnten.
Spinnstube
Die Stube in der Mitte des Kammerfachs ist mehr Arbeitsraum als Wohnstube. Das zeigt ihre Einrichtung mit aufgeschlagenem Webstuhl, einem Spinnrad, einem Spulrad und einer Haspel. Spinnen und Weben ist nur in geheizten Räumen möglich, damit Fingerfertigkeit erhalten bleibt.
Jungbauernkammer und Magdkammer
Von der Stube aus betritt man die Kammer der Jungbauernfamilie mit dem Schrankbett, hier „Durk“ genannt. Daneben steht eine Wiege für den Säugling. Kleinkinder schliefen bei den Eltern im "Durk".
Gegenüber der Kammer der Jungbauernfamilie befindet sich die Kammer der Magd. Gab es zwei Mägde (Groß- und Kleinmagd) mussten sie sich ihre Kammer teilen.