Sehenswürdigkeiten Hille
Das große Torfmoor
Das große Torfmoor, etwa 500 Hektar groß, ist es eines der letzten erhaltenen Feuchtbiotope in Ostwestfalen. Seine Entstehung ist gekennzeichnet durch Verlanden eines Sees. Die Bildung ausgedehnter Sumpfzonen, Flachmoore mit Erlenbruchwald- und Schilfpartien und ein sich darauf aufbauendes Hochmoor gehören auch dazu. Durch den Landschaftsplan "Bastauniederung - Wickriede" - den ersten seiner Art in Nordrhein-Westfalen - wurde das Moor 1980 offiziell zum Naturschutzgebiet erklärt. Hier finden seltene und vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen wieder geeigneten Lebensraum.
Geführte Moorwanderungen können Sie bei der Gemeinde Hille oder dem Besucherzentrum „Moorhus“ buchen.
Naherholungsgebiet Mindenerwald
Im Norden der Gemeinde liegt das Naherholungsgebiet Mindenerwald. Die rund 47 ha große Wald- und Wiesenlandschaft rund um den "Sonnenhügel" bietet ideale Möglichkeiten zum Wandern und Entspannen. Zahlreiche Holzbänke und eine Grillhütte laden den Besucher zum Picknick und zum Verweilen ein. Einer der 7 Teiche des Naherholungsgebietes wurde als Badesee ausgebaut. (Badebetrieb von Mai bis Mitte September).
„Von-Oeynhausen'scher Hof"
Im Ortskern von Hille, an der Dorfstraße, gibt es einen alten barocken Adelssitz mit Namen „Von-Oeynhausen'scher Hof, heute bekannt unter Reimlers Hof“.
Rund um einen großen Innenhof stehen im Westen das zweigeschossige Herrenhaus, im Norden und Süden je ein Scheunen- und ein Stallgebäude. Auf der Ostseite der Anlage liegt das Torhaus von 1699/1703. Zum Innenhof führt eine Allee. Die heute trocken liegenden, breiten Wassergräben lassen darauf schließen, dass der Hof einmal Verteidigungcharakter besaß.
Schriftlich erwähnt wurde das Haus zum ersten Mal im Jahr 1699. Damals gehörte der Hof Johann-Ernst-Heinrich von Oeynhausen und seiner Ehefrau Susanne. Er ging 1882 in den Besitz der Familie Reimler über und wurde 1897 innen und außen zu einem kleinen Palast im Stil der Neorenaissance umgebaut. Der barocke Gräftenhof ist heute ein Bau- und Kulturdenkmal.
"Alte Pfarrhaus"
Das ehemalige "Alte Pfarrhaus", ein westfälischer Pfarrbauernhof, wurde von 1682 bis 1970 als Pfarrhaus durch die ev. luth. Kirchengemeinde Hille genutzt. Besonders markant ist die Eingangstür des Gebäudes.
Seit 1995 beherbergt das "Alte Pfarrhaus" eine Kindertagesstätte.
Fachwerkhaus "Wilhelmy"
Ein weiteres Beispiel für gut erhaltene alte Bauernhäuser ist, neben dem von-Oeynhausen’schen-Hof das Fachwerkhaus "Wilhelmy", Glinst 27.
Der Zweiständerbau mit Vorschauer (das ist ein tief herabgezogenes Dach über dem dazwischenliegenden Giebeltor, das für die Einfahrt eingeschnitten ist) stammt aus dem Jahre 1695. Es hat ein Reetdach und ein Backhaus mit Anbauten.
ehemaligen Brennerei Meyer
Die historische Brennereianlage der ehemaligen Brennerei Meyer, Mindener Straße 71, besteht aus dem Brennereigebäude und dem Kesselhaus mit Kamin.
Die Kornbrennerei ist heute Industriedenkmal. Sie wurde 1721 gegründet und im Jahre 1995 geschlossen; der letzte Kornbranntwein wurde 1990 dort gebrannt. Zurück geblieben ist ein außergewöhnliches Dokument dörflicher Wirtschaftsgeschichte: Die gesamte technische Ausstattung der Kornbrennerei, zum Beispiel eine Dampfmaschine aus dem Jahre 1892, ist so gut erhalten, dass jeder einzelne Arbeitsgang dieses Gewerbes nachvollziehbar ist.
An jedem 2. Sonntag im Monat von Mai bis September ist die Brennerei von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Informationen und Anmeldungen zur Führung erhalten Sie bei Herrn Böhne (05703/820) und unter Alte Brennerei Hille.
Windmühle Hille „Auf der Höchte“
Der Erdholländer wurde 1733 erbaut. Der bauchig-konische Mühlenturm wurde im unteren Drittel aus Schieferbruchsteinen und darüber aus Feldbrandsteinen gemauert. Heute ist er wetterseitig verputzt. 1956 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt. Nach der Restaurierung hat die Mühle wieder windgängige "rechtsdrehende" Segelflügel - eine Besonderheit im Windmühlenbau, drehen sich doch sonst fast alle Flügel anders herum - sowie eine Windrosenanlage mit zusätzlichem "Ziehrad".
Evangelische Pfarrkirche
Die evangelische Pfarrkirche in Hille wurde 1221 erstmals erwähnt aber erst 1523 fertiggestellt. 1752 musste die Kirche um 12 m erweitert werden. Der Westturm entstand erst im Jahr 1801. Verschiedene Umbauten im Laufe der Jahre haben den Innenausbau der Kirche immer wieder verändert. So wurden im Innenraum bei Restaurierungsarbeiten 1954/55 zahlreiche Deckenmalereien entdeckt. Die seitlichen Emporen wurden bei diesen Arbeiten leider abgebaut. Auch steht der Altar der Kirche im Westen und nicht wie sonst üblich im Osten.
Eine große Grabplatte zeigt Conrad von Alswede. Um die Kirche befinden sich Grabsteine des 17. - 19. Jahrhunderts.
Die wuchtige Linde vor der Kirche (Nordseite) ist über 600 Jahre alt.