Gedanken zum Jahresausklang
Liebes Kollegium,
ein Jahr neigt sich dem Ende zu und gibt Gelegenheit, Bilanz zu ziehen, aber auch auf das zu blicken, was uns im kommenden Jahr erwartet.
Unsere Gemeinde Stemwede steht derzeit immer noch, auch im interkommunalen Vergleich, gut da.
Noch nie gab es so viele sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse wie heute.
Auch die Zahl der auf Transferleistungen angewiesenen Menschen ist immer noch niedrig.
In nahezu allen Ortsteilen kann man den privaten Wohnungsbau beobachten.
Attraktive Grundstücke im gemeindlichen Eigentum werden weiterhin zunehmend nachgefragt.
In den Dörfern kümmern sich nach wie vor, zum Teil animiert und unterstützt durch gemeindliche Projekte, zahlreiche Menschen um Ihre Heimat.
Stemwede war in diesem Jahr die erste Kommune kreisweit, bei welcher Glasfaser im Rahmen des sogenannten Masterplans verlegt worden ist – ein wichtiges Thema, bei welchem wir nicht nachlassen dürfen, wird sich doch in Zukunft unser Land durch die Digitalisierung deutlich verändern.
Unsere Kindergärten und Schulen haben regen Zulauf – von einer Schließung von Bildungseinrichtungen bzw. einer Diskussion hierum sind wir weiter entfernt denn je.
Trotz zahlreicher Projekte und Initiativen, die immer auch mit Investitionen verbunden sind, hat unsere Ausgleichsrücklage im gemeindlichen Haushalt ein Rekordniveau erreicht, welches uns für sicher auch kommende schlechtere Zeiten einen gewissen Spielraum eröffnet. Diese Situation hat uns übrigens auch in die Lage versetzt, sämtliche Wünsche von Beschäftigten auf Gewährung von Altersteilzeit zu erfüllen. Auch Beschäftigte mit kürzerer Dienstzeit in der Gemeindeverwaltung haben wir hierbei berücksichtigt. Beides ist in dieser Form im interkommunalen Vergleich eher die Ausnahmesituation. Zugleich verweise ich auf unsere überproportional starken Anstrengungen bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen.
Wir konnten fünf Feuerwehrgerätehäuser inkl. einer Rettungswache ihrer Bestimmung übergeben. Zugleich zeichnet sich bei den Baukosten ab, dass der vorgegeben Kostenrahmen eingehalten werden kann – bei Bauten der öffentlichen Hand nicht immer selbstverständlich.
Dieses alles ist nur möglich durch eine funktionierende Verwaltung mit engagierten Kolleginnen und Kollegen.
Ich möchte Ihnen deshalb auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön übermitteln – aus dem Austausch mit anderen Kommunen weiß ich, dass diese besondere Einsatz- und Leistungsbereitschaft nicht selbstverständlich ist.
Viele von uns sorgen sich zurecht um die Situation in der sogenannten „großen Politik“. Die Zukunft Europas, die weitere Entwicklung unserer Wirtschaft, die Sorgen um soziale Balance und Fairness in unserem Land bestimmen ebenso die Debatte wie die Herausforderungen in Fragen der Mobilität, der Landwirtschaft und der Klimapolitik. Natürlich können wir hier vor Ort darauf keine Antworten geben. Umso wichtiger ist es aber, dass wir in Stemwede alle Anstrengungen unternehmen, unsere Gemeinde und Ihre 13 Ortsteile so attraktiv zu gestalten, dass es bei uns auch weiterhin lebens- und liebenswert bleibt.
Um dieses zu erreichen, werden wir nicht nachlassen, begonnene Projekte zielführend zu beenden und bereits beschlossene Initiativen fortzuentwickeln. Hierzu zählt beispielsweise die Schaffung von Kita-Plätzen und der Anbau an das Amtshaus.
Abschließend wünsche ich Ihnen und ihren Familien besinnliche Festtage, einen geruhsamen Jahreswechsel sowie ein gesundes und glückliches neues Jahr 2020.
Ihr
Kai Abruszat
Bürgermeister