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Stadt Rahden vergibt den Ehrenamtspreis 2021

Einmal jährlich werden von der Stadt Rahden besonders engagierte Personen oder Gruppen für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt. Normalerweise werden die Preise zum Internationalen Tag des Ehrenamts am 5.12 übergeben. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Termin auf das Frühjahr 2022 verschoben. Am 17.5.2022 fand die Feierstunde im Bahnhof Rahden statt:

"Sie kommen aus allen Altersstufen und allen Schichten, sie vertreten möglicherweise verschiedene Glaubensrichtungen und haben vielleicht unterschiedliche politische Überzeugungen. Aber eines haben alle Ehrenamtlichen gemeinsam: sie engagieren sich freiwillig für eine gute Sache; sie wenden viel von Ihrer Zeit und Energie, viel von Ihrem Wissen und Ihrer Fantasie auf, um eine Aufgabe zu erfüllen, die sie sich selbst ausgewählt haben und die den Ehrenamtlichen am Herzen liegt. Und noch eines haben alle gemeinsam: sie tun etwas, was für unsere Stadt, das für unsere Gesellschaft unverzichtbar ist."

Für dieses Wirken dankte Bürgermeister Dr. Bert Honsel den Ehrenamtlichen bei der Verleihung des Ehrenamtspreises. Begleitet wurde die Preisverleihung durch den Zauberer Oliver Roth alias ORO, mit seiner Zaubershow „Die Magie des Momentes“. ORO ist Weltmeister im Luftballonmodellieren und Träger des schwarzen Gurtes der Magie. Für die musikalische Untermalung sorgten Silke Zacharia und Michael Streich und füllten den Abend mit zahlreichen stimmungsvollen Liedern aus.

Ehrungen für 2021:

Anatasia Schmidt, seit April 2013 bei der Jugendförderung Rahden als ehrenamtliche Mitarbeiterin tätig. Anastasia war selbst regelmäßige Besucherin des Jugendcafes bis sie sich entschied Mitarbeiterin zu werden. Seitdem hat sie aktiv an der Planung und Durchführung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Rahden mitgewirkt und die Arbeit auch mitgestaltet. 

Friedhelm Dunau ist seit 1988 erster Schriftführer der Kameradschaft der ehemaligen Soldaten Varl. Diese Aufgabe erfüllt er seitdem mit vollem Einsatz. Zu seinem Aufgabengebiet gehört neben dem Erstellen und Verlesen der Protokolle der Jahreshauptversammlung vor allem die Organisation der alljährlichen Sammlung für die deutsche Kriegsgräberfürsorge. Es ist Herrn Dunau eine Herzensangelegenheit, diese Form von Friedensarbeit aufrecht zu erhalten.

Auf den Namen Heinrich Wiegmann hören in Wehe mehrere Männer. Aber es gibt nur einen „Wiechens Heinz“. Die tiefsten Spuren hat Heinrich Wiegmann in der Heimatarbeit hinterlassen. Er ist seit über 40 Jahren Ortsheimatpfleger und hat als solcher erheblich zu den Weher Erfolgen bei Dorfwettbewerben beigetrage. Mit großer Akribie arbeitet er auch heute noch an Weher Foto-Dokumentationen und erforscht alte Flurnamen. In Wehe ist er zudem als „Mühlenvater“ bekannt und setzt sich seit vielen Jahren aus vollem Herzen für die Weher Bockwindmühle ein.

Eine weitere Ehrung ging an die Projektgruppe „Schlumps Backs“. Mit Hilfe von vielen Kleinendorfern konnte das Gelände am Hof der Familie Detering im Jahr 2019, durch zahlreiche naturbelassene Spiel- und Sitzgelegenheiten, einer Schutzhütte sowie einer Naturbühne, die auch für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung steht, aufgewertet werden. Mehrere Monate galt es eine riesige Materialliste abzuarbeiten und zu schauen, wie man am besten an die nicht kleinen Holzmengen und natürlichen Baustoffe kommt. Unglaublich, was die Kleinendorfer alles an Material, Maschinen und Handwerkszeug zur Verfügung gestellt und besorgt haben. Anfang Juli 2019 wurde dann von über 50 kleinen und großen Kleinendorfern in die Hände gespuckt und an zwei Tagen unter Anleitung der Gestaltungsprofis aus Lemgo das Gelände nach den eigenen Plänen und Wünschen hergerichtet. Das sich das gelohnt hat, zeigt die Tatsache, dass „Schlumps Backs“ mittlerweile ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Fahrradgruppen geworden ist.


23.05.2022 
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