Bodenprobenentnahmen
Das Institut für Umweltanalyse (IFUA) hat im Auftrage des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) bei einem eierproduzierenden Betrieb weitere Bodenproben entnommen. Die Bodenprobenentnahme wird auch in den nächsten vier bis fünf Tagen weitergehen. Grund für die erneute Beprobung ist, dass bislang keine Ursache für die auffälligen Untersuchungsbefunde von Eiern des Hofes gefunden werden konnte. Die Dipl. Biologin Petra Günther, nach § 18 Bundesbodenschutzgesetz anerkannte Gutachterin vom beauftragten Institut IFUA, erläutert die jetzige Vorgehensweise: „Die Flächen werden zunächst nach wissenschaftlichen Vorgaben unterteilt und dann repräsentativ beprobt. Die Proben werden anschließend im Institut auf dioxinähnliche polychlorierte Kohlenwasserstoffe (dl-PCB) sowie auf Schwermetalle untersucht.“ Grundlage hierfür ist auch das Bundesbodenschutzgesetz.
Sollte vor Ort festgestellt werden, dass aufgrund der örtlichen Gegebenheiten zusätzliche Proben erforderlich werden, so werden auch diese gezogen. Die Beprobung erfolgt in zwei Schichten, einmal in 0 - 10 cm Tiefe und in einer zweiten Schicht in 10 - 30 cm Tiefe.
Die ersten Ergebnisse werden in frühestens drei bis vier Wochen erwartet. Dazu Lothar Meckling von der unteren Bodenschutzbehörde des Kreises Minden-Lübbecke: „Die Zusammenarbeit aller Beteiligten, des LANUV, der Bezirksregierung, des Kreises und des untersuchenden Institutes IFUA ist im Interesse des Verbraucherschutzes sehr eng und klappt hervorragend. Außerdem zeigt sich auch der Tierhalter kooperativ. Ihm ist ebenso wie uns daran gelegen, die Herkunft der aufgetretenen Belastung aufzuklären.“
Derzeit werden im Bio-Betrieb keine Eier mehr produziert, da die Hühner in der Mauser sind. Sobald die Hühner wieder Eier legen, werden auch die Eier nochmals beprobt. Je nach dem Ergebnis dieser Proben wird dann entschieden, ob die Eier in den Handel kommen können.