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Wanderschuhe an - Frühling genießen

Meine fünf Tipps, wenn die Natur erwacht

von Eryk

 

Wer kennt es nicht? Nach den grauen Wintermonaten locken die ersten Sonnenstrahlen nach draußen, und die Lust auf Bewegung und auf die Natur erwacht. Vielleicht habt ihr ja auch schon die ersten Schneeglöckchen entdeckt? Für mich sind sie immer die ersten Boten des Frühlings. Meistens schnappe ich mir dann mein Fahrrad und erkunde den Mühlenkreis auf zwei Rädern. Aber gerade, wenn es auf dem Rad doch noch recht frisch ist, schnüre ich lieber die Wanderschuhe. Ich packe mir dann eine große Thermoskanne voll Tee und etwas zum Snacken ein – und los geht’s.
Fünf meiner Lieblingsgegenden im Mühlenkreis möchte ich euch heute näher vorstellen. Diese Orte solltet ihr unbedingt selbst erkunden:

1. Das Wesergebirge

Vom Durchbruch in der Porta bis nach Kleinenbremen ist das Wesergebirge zwar ein deutlich kleiner Teil des Mühlenkreises als das Wiehengebirge, aber nicht weniger reizvoll. Ein besonderes Highlight ist eine Rundtour um den Steinbruch des Besucherbergwerks Kleinenbremen. Hier beeindruckt die einzigartige Pflanzenwelt, und die Ausblicke in den Steinbruch bieten eine faszinierende Kulisse. Rund um die Porta Westfalica und den Fernsehturm (ab dem 5. April kann man auch wieder auf den Turm) locken Wanderrouten mit herrlichen Aussichtspunkten. Wer ein Foto vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal machen möchte, hat von der Porta-Kanzel den besten Blick. Insgesamt ist es auf dieser Seite der Porta deutlich ruhiger und auch für Kinder gibt es mit dem Walderlebnispfad ein Angebot.

Infos zu Routen im Wesergebirge findet ihr auch beim „Touristikzentrum Westliches Weserbergland“.

2. Das Wiehengebirge in Preußisch Oldendorf

Im Wiehengebirge bin ich ganz im Westen unseres Kreises bin ich am liebsten unterwegs. Hier gibt es viele tolle Ecken zu entdecken. Gerade jetzt im Frühjahr finde ich es besonders spannend, im Wald Lichtungen mit blühenden Pflanzen zu entdecken - durch das lichte Blätterdach bekommen auch die kleinen Pflanzen aktuell noch genug Sonne und blühen als erstes. Daneben gibt es zwischen Wiehenturm und Burg Limberg viel zu erleben. Und wer noch nie auf dem Wiehenturm war, sollte das unbedingt nachholen – von dort hat man einen unvergesslichen Panoramablick.
Tolle Routenvorschläge findet ihr unter anderem von den "Westfälischen Sieben" oder der Touristik Preußisch Oldendorf.

3. Die Moore und Moorlandschaften

Ob das bekanntere Große Torfmoor oder das ruhigere Oppenweher Moor – hier gibt es im Frühjahr viel zu entdecken. Die Natur erwacht langsam aus ihrem Winterschlaf, erste Pflanzen blühen, und viele Vögel kehren aus dem Süden zurück. Die Bohlenwege sind ein besonderes Erlebnis, und von den Aussichtspunkten aus kann man wunderbar  

die Natur beobachten. Mit etwas Glück begegnet ihr im Oppenweher Moor sogar dem dort ansässigen Schäfer mit seiner Herde. Und wenn ihr mehr über das Moor und seine Funktion erfahren wollt, lohnt sich ein Besuch im NABU-Moorhus am Großen Torfmoor.

Weitere Tipps findet ihr auf den Seiten der "Westfälischen Sieben", des NABU oder des Naturparks Dümmer.

4. Die Weserauen in Petershagen

Die Weserauen im nördlichen Petershagen sind ein echtes Paradies für Naturliebhaber. Besonders beeindruckend ist die Rückkehr der Zugvögel. Die weiten Wiesen und Felder leuchten schon jetzt in sattem Grün. Hier gibt es viele kleine Seen und Feuchtgebiete, die als Rastplätze für zahlreiche Vogelarten dienen. Wer sich Zeit 

nimmt und genau hinsieht, kann hier wahre Naturwunder entdecken.
Schöne Routen findet ihr auch auf der Seite der Stadt Petershagen.

5. Der Stemweder Berg

Ein oft unterschätztes Wandergebiet ist der Stemweder Berg. Als Teil des Naturparks Dümmer gibt es hier zahlreiche abwechslungsreiche Touren. Starten könnt ihr zum Beispiel am Wanderparkplatz in Haldem oder, wenn ihr eure Tour mit einem Abstecher zum Dümmer See verbinden wollt, in Brockum. Vom Stemweder Berg aus hat man einen herrlichen Blick bis zum See. Auch hier gibt es einen Walderlebnispfad. Dabei machen spannende Stationen die Natur erlebbar.
Weitere Infos rund um den Stemweder Berg findet ihr auch bei den "Westfälischen Sieben" oder dem Naturpark Dümmer.

Und zum Schluss

Auch wenn die Sonne schon wärmt, kann es im Schatten oder bei einer Pause schnell kalt werden. Ich habe neben der Sonnenbrille also auch immer etwas zum Überziehen, eine Mütze und, wie schon gesagt, eine Thermoskanne mit warmem Tee dabei. Und weil im Frühjahr nicht alle Einkehrmöglichkeiten geöffnet sind, lohnt es sich, eine Kleinigkeit zu essen mitzunehmen.

Eine Sache noch: Das Beste an unseren Wandergebieten ist für mich, dass sie fast alle in Naturschutzgebieten liegen! Das bedeutet viel Ruhe und unberührte Natur – aber auch Verantwortung. Bleibt also auf den Wegen und nehmt euren Müll wieder mit.

In diesem Sinne: Viel Spaß bei eurer Frühjahrswanderung im Mühlenkreis! Genießt die Sonne!

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