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Besuch des Musicals Chaplin im Theater Osnabrück durch die ZWAR-Kunstbanausen

„Nee! Das geht ja gar nicht! Chaplin. Stummfilmstar und Musical. Stumm und Musik. Man kann auch aus einem Blumenkohl keinen Sonntagsbraten machen.“
Wer hat das gesagt? Keiner weiß es. Keiner war es.
So lassen wir uns nicht reinreden. Das wäre ja noch schöner. Dazu sind wir viel zu unternehmungslustig.
Bei einem leckeren Glas Saft oder Sekt erfahren wir durch eine Mitarbeiterin des Theater Osnabrücks mehr über das Musical.
Hier in Osnabrück läuft die deutsche Uraufführung, nachdem die Welturaufführung in New York schon 2006 erfolgreich war.
Es wird Chaplins Lebensgeschichte erzählt. Seine Kindheit in London, fast verwahrlost. Kleine Bühnenerfolge mit seinem Bruder, der Ruf nach Amerika. Und der große Durchbruch mit dem „Tramp“. Dieser traurigen Figur, von der man sagt: sie geht wie ein Schwan auf Glatteis.
Er ist ein gnadenloser Künstler, streng mit sich und seinem Umfeld, hat einen enormen Frauenverschleiß und bald auch viele Feinde, die ihn mit politischen Argumenten ins Exil in die Schweiz abschieben.
Er ist 50, sie ist 18 und mit 8 Kindern werden sie eine große Familie. Und beim Verleihen des Oskar für sein Lebenswerk findet die Aussöhnung mit Amerika statt.
Dann hebt sich der Vorhang und ein Feuerwerk aus schrillen Kostümen, tollem Tanz, dramatischen Familienszenen begeistert uns. Es ist wirklich ein Fest für die Augen. Atemberaubend. Die Rolle des jungen Chaplin wird von einem Kind getanzt, der sich zur Pause mit viel Applaus vor dem Vorhang verabschiedet.
Aber leider hat der Toningenieur kein Ohr für unsere Plätze im 2. Rang. Es ist tierisch laut. Sollte der unbekannte Unkenrufer Recht haben mit: stumm und Musik geht nicht.
Ach Quatsch, wir sind ja nicht aus Zucker. Es war ja trotzdem eine Augenweide. Schön, daß wir da waren.

02.05.2018 
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