Im Jahre 1033 wurde Rahden erstmals in einer Urkunde Kaiser Konrads II erwähnt.
Die Stadt Rahden hat das 975-jährige Jubiläum im Jahre 2008 mit allen Bürgerinnen und Bürgern gebührend feiert. Die örtlichen Vereine und Institutionen sowie alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in Rahden haben das Jubiläum mitgestaltet.
Kurze geschichtliche Information:
Der Name Rahden, früher Rodun oder Roden, wird urkundlich zum ersten Mal 1033 in einer Urkunde Kaiser Konrads II. erwähnt. Darin wird die Rechtmäßigkeit von Güterschenkungen in Rodun bestätigt, die den Grundbesitz der Mindener Kirche mehrten.
Dem Namen liegen Rodungen der umfangreichen Wälder zugrunde, die im Mittelalter der zunehmenden Besiedlung dienten. Die eigentliche Besiedlung begann im Schutze der Anfang des 14. Jahrhunderts von den Mindener Bischöfen errichteten Wasserburg beim heutigen Mühlendamm in Kleinendorf. Die Wasserburg diente dem Schutze des Aueübergangs und als Grenzbefestigung des Fürstentums Minden im Westen. Auch in brandenburg-preußischer Zeit war sie noch Sitz der Drosten und Amtmänner, die von hier die Vogteien Rahden und Stemwede leiteten. Die Ruine des Haupthauses ist heute noch erhalten.
Mit dem Bau der Rahdener Kirche, die Bischof Gerhard I. 1353 stiftete, verlagerte sich der Siedlungsschwerpunkt zum heutigen Zentrum rund und die St. Johannis-Kirche Rahden. Die Stadtrechte erlangte Rahden durch eine Gebietsreform im Jahre 1973. Im Zuge der Kommunalen Gebietsreform wurde das alte Amt Rahden aufgelöst und die ehemals selbstständigen Gemeinden Rahden, Kleinendorf, Varl, Sielhorst, Preußisch Ströhen, Wehe und Tonnenheide zur neuen Stadt Rahden zusammengeschlossen.
Karger Sandboden, Moore und Heide brachten den Bauern im Rahdener Land früher nur spärliche Erträge. Neben der Landwirtschaft spielte daher die Flachsverarbeitung und Leinenerzeugung eine wichtige Rolle. Durch den Niedergang der Leinenerzeugung und infolge von Missernten in der Mitte des 19. Jahrhunderts wanderten viele Rahdener aus. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung und verbesserten Wirtschaftsbedingungen in der Landwirtschaft blühten Handel und Wandel in Rahden wieder auf und die Bevölkerungszahl stieg wieder an.
Rahden beruft sich mit seiner urkundlichen Ersterwähnung auf eine Urkunde Kaiser Konrads II. Darin bestätigt der Kaiser urkundlich eine Hufe in Rodun als Besitz des Stifts St. Martini in Minden. Dem Namen liegen Rodungen der umfangreichen Wälder zugrunde und er deutet die zunehmende Besiedlung an.