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Kreis informiert estnische Partner über ambulantes Beratungsangebot

estnische Delegation im Dezember 07
Eine Fachdelegation aus dem Kreis Viljandi in Estland hat sich jetzt über die ambulanten Beratungsstrukturen im Kreis Minden-Lübbecke informiert. Die Teilnehmer nahmen zahlreiche Informationen mit in ihren Arbeitsbereich.
Zwischen dem Kreis Minden-Lübbecke und dem Kreis Viljandi besteht seit 15 Jahren eine lebhafte und intensive Partnerschaft. Eine Delegation bestehend aus Sozial- und Schulpädagogen, Logopäden, Kinderschutzbeauftragten und einer Jugendpolizistin sowie Vertreter politisch zuständiger Gremien erfuhren jetzt im Rahmen eines fachlichen Besuchs viel über das Angebot, die Strukturen und die Finanzierung von ambulanten Beratungsstrukturen im Kreis Minden-Lübbecke. Dabei wurde auch die Arbeit der freien Träger mit eingebunden und dargestellt. Hintergrund des Besuchs ist, dass im Kreis Viljandi ein ambulantes Beratungssystem aufgebaut bzw. erweitert werden soll.
Auf dem Programm stand der Besuch der Beratungsstelle für Schul- und Familienfragen und der Drogenberatungsstelle des Kreises Minden-Lübbecke sowie eine Gesprächsrunde mit dem Leiter des Kreisjugendamtes Helmut Poggemöller. „Das Interesse an dem Ablauf der Erziehungsberatung und schulpsychologischen Beratung im Kreis Minden-Lübbecke ist sehr groß", stellte Sabine Häderle, Leiterin der Beratungsstelle für Schul- und Familienfragen für den Kreis Minden-Lübbecke nach der Gesprächsrunde fest. Auch Helmut Poggemöller traf auf einen interessierten Teilnehmerkreis und hatte unterschiedlichste Fragen zu beantworten. „Für die Esten ist das hier vorhandene Netz zwischen öffentlichen und freien Trägern etwas Neues, was es dort noch aufzubauen gilt", erfuhr der Jugendamtsleiter von den Gästen.
Insofern gab der Besuch freier Träger der Delegation die Möglichkeit, auch deren Arbeit und Strukturen kennen zu lernen. Helga Freude und Renate Lommel vom Deutschen Kinderschutzbund e.V. Minden-Bad Oeynhausen berichteten von ihren vielseitigen Aufgaben vom Kinder- und Jugendtelefon bis zu den verschiedensten Beratungsangeboten des Vereins. Aufschlussreich war auch der Besuch des Vereins „Wildwasser", der Hilfe und Unterstützung bei sexuellem Missbrauch bietet. Uwe Scheunemann, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie aus Minden, stellte den Gästen aus Estland seine Praxis vor und berichtete von seiner täglichen Arbeit und seinen Erfahrungen.
Kreisdirektorin Cornelia Schöder und Winfried Räbiger, Vorsitzender des Vereins „Partner für Estland e.V." begrüßten die Gruppe aus dem Partnerkreis im Kreishaus. Der Anstoß für gerade diesen fachlichen Austausch entstand während des Partnerschaftsbesuchs im August in Viljandi. „Wir freuen uns, dass diese Idee so schnell in einen Besuch umgesetzt wurde. Der fachliche Austausch stellt einen wichtigen Pfeiler für die zukünftige Ausrichtung der Partnerschaft dar", waren sich Schöder und Räbiger einig.
Dieter Schäpsmeier, Vorstandsmitglied des Vereins „Partner für Estland e.V." und langjähriger Freund der Partnerschaft, begleitete die Gruppe während ihres Aufenthaltes im Mühlenkreis. Verbindet ihn doch schon eine lange Freundschaft zur Delegationsleiterin Kaja Land und ihrer Familie. Gemeinsam mit ihm fuhr die Fachdelegation auf der Rückreise nach Berlin. Dort wurde gemeinsam die Bundeshauptstadt erkundet, bevor es mit dem Flieger zurück nach Estland ging. 

  
  
  
  
  
  
  
 
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