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Leader +- Teil II

Obergailtaler Trachtengruppe präsentierte sich vor der Mühle Südhemmern
Im Mai 2004 wurde gemeinsam mit dem Partnerbezirk Hermagor das im September 2003 begonnene Startprojekt "Kooperation der Regionen" (im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative Leader+), fortgesetzt. Die Delegation aus Österreich unter Leitung von Bezirkshauptmann Dr. Heinz Pansi setzte sich aus Direktvermarktern und Ferienhofinhabern, kommunalen Tourismusvertretern, Lehrern und Künstlern sowie einer Trachtengruppe zusammen. Es war also wieder eine gute Mischung vorhanden, die in die Arbeit der bereits bekannten Workshops Wirtschaft/Verwaltung, Landwirtschaft, ländlicher Tourismus, Kunst und Kultur sowie Schulpartnerschaften starten konnte. Durch die bereits im September 2003 geknüpften Verbindungen erfolgte hier eine Fortsetzung der begonnenen Zusammenarbeit.
Der Einstieg begann mit einem Besichtigungsprogramm auf dem Drahtesel durch den Mühlenkreis. Gerade diese Art der Fortbewegung öffnet die Augen für die Schönheiten und Besonderheiten unserer Region. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von der Rahdener Parklandschaft mit der Hochzeitsmühle in Tonnenheide, dem "Großen Stein" und dem Museumshof Rahden. Eingeflochten in das Besichtigungsprogramm waren bereits hier Bezüge zu hiesigen Projekten aus dem LEADER+-Zusammenhang, so z.B. die Regionalmarke "MühlenGarten", das "Energiedorf Tonnenheide" und das Projekt "Lernort Bauernhof". Nach einer Stärkung beim köstlichen Spargelessen ging es weiter Richtung Lübbecke. Somit hatten alle Teilnehmer die Gelegenheit einen großen Teil des Mühlenkreises kennen zu lernen. 
   
Die Fachexkursionen am folgenden Tag ermöglichten einen Einblick in die o.g. Themenbereiche und bereicherten die am dritten Tag vorgesehenen Workshops durch neue Ideen und Eindrücke. So bekam die Gruppe "Kunst und Kultur" einen Einblick in die Glasbläserei und Glasgravur in der Glashütte Gernheim, besuchte das Kulturmusterdorf Kutenhausen und stattete einem Fotoatelier und dem Atelier im Haus Windheim No. 2 einen Besuch ab. Der Fachbereich "Tourismus" bekam das Kaiser-Wilhelm-Denkmal, die Freizeitanlage "Großer Weserbogen", die Wassermühle Bergkirchen, das Bauernbad Grießshop und das Café Glasbonbon in Hartum zu sehen. Der landwirtschaftliche Bereich hatte die Besichtigung des Milchviehbetriebes Flömer in Gestringen, des Obsthofes Wickemeyer und zweier bäuerlicher Ferienbetriebe in Pr. Oldendorf-Holzhausen sowie des Bauernhofcafés Schwagmeyer in Reineberg und den LandfrauenService auf dem Programm. Die Mindener Kreisbahn, die Gauselmann AG und die Tischlerei Fabry in Nordhemmern wurden von dem Fachbereich "Wirtschaft/Verwaltung" in Augenschein genommen. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von den interessanten Projekten, Sehenswürdigen und erfolgreichen Betrieben im Mühlenkreis.
Bevor die Arbeit in den Workshops losging, eröffneten Landrat Wilhelm Krömer und Dr. Heinz Pansi am dritten Tag die Europäische Konferenz im Ständersaal des Preußen-Museums NRW. Dazu konnten sie Elmar Brok (MdEP), Dr. Thomas Wilstacke (Abteilungsleiter im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW), Dr. Ewald Schlüter (Moderator, Ausbildungsgemeinschaft der Wirtschaft) und Tönis Korts (Kreis Viljandi) zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Europa der Regionen" begrüßen. Während die Fachbereiche danach ihre Arbeit aufnahmen, besuchten die offiziellen Gäste europäische Projekte wie den Nordpunkt NRW, den "Lernort Bauernhof" und das Große Torfmoor.Ernst-Günter Bulk (Naturschutzbund) führte die Gäste  durch das Große Torfmoor.
Im Anschluss an die Workshops wurden die Ideen und Ergebnisse vorgestellt und zusammengetragen. Vorschläge auf der kulinarischen Schiene entwickelten die "Tourismusexperten". Dabei könnte man sich z.B. einen Spargelmarkt in Kärnten oder einen Käse-Speck-Markt im Kreis Minden-Lübbecke vorstellen. Konkreter wurde es noch im Bereich "Kunst und Kultur". Unter dem Motto "LandArt-International heißt die aktive und kreative Dorfgemeinschaft Kutenhausen zum LandArt Festival 2004 eine Künstlerin und die Kulturinitiative "Kul-Tür" aus Rahden einen Bildhauer aus Hermagor willkommen. Die Planungen für das LandArt Festival 2006 sehen weitere künstlerische Austausche vor, u.a. ein internationales Konzert mit Orchestern und Gruppen aus verschiedenen Partnerstädten und -kreisen der Kommunen im Mühlenkreis. Im landwirtschaftlichen Bereich wurde die Kooperation zwischen dem LandfrauenService Minden-Lübbecke und den Kärntener "Seminar-Bäuerinnen" vertieft und konkrete gemeinsame Arbeitsschritte vereinbart.
Dieser ganz im Zeichen der Europäischen Gemeinschaft stehende Tag fand seinen Abschluss im schönen Ambiente des Müllerhauses Südhemmern mit einem europäischen Abend.
Ein weiterer Schritt in Richtung eines gemeinsamen Europas wurde in diesen Tage gemacht. "Ziel aller Beteiligten ist es diesen Weg gemeinsam fortzusetzen und aktiv zu gestalten", resümierten Landrat Wilhelm Krömer und Bezirkshauptmann Dr. Heinz Pansi beim Abschied zufrieden. 

  
  
  
  
  
  
  
  
 
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