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Minden-Lübbecke und Uckermark treffen sich zum Erfahrungsaustausch/ Juni 2008  

Landrat Dr. Ralf Niermann machte mit einer Delegation aus Vertretern von Politik und Verwaltung seinen ersten Besuch im brandenburgischen Partnerkreis Uckermark.
Die Partnerschaft nahm ihren Anfang nach der Wende im Januar 1990. Im Rahmen der Aufbauhilfe übernahm der Kreis Minden-Lübbecke die Unterstützung des Altkreises Prenzlau und führte sie mit dem Landkreis Uckermark fort, der aus den Kreisen Prenzlau, Angermünde und Templin sowie der kreisfreien Stadt Schwedt nach der Kreisneugliederung 1993 entstanden ist.

Der Landkreis Uckermark ist mit 3.058 km² der größte Landkreis Deutschlands, somit knapp drei mal so groß wie der Kreis Minden-Lübbecke und lässt mit dieser Größe sogar ein Bundesland wie das Saarland hinter sich. Die geringe Bevölkerungsdichte von knapp 50 Einwohnern je Quadratkilometer (Kreis Minden-Lübbecke 280 Einwohner je Quadratkilometer) birgt auch zahlreiche Probleme und Herausforderungen, um den demographischen Wandel zu gestalten.
Obwohl sich die Kreise strukturell unterscheiden fanden die Landräte Dr. Ralf Niermann und Klemens Schmitz (Landkreis Uckermark) viele Berührungspunkte. So wurden Themen wie z.B. Krankenhauslandschaft und -struktur sowie Abfallbehandlung und -entsorgung und die Nutzung erneuerbarer Energien erörtert. Da auch der Landkreis Uckermark Hartz IV im Optionsmodell umsetzt, stand auch dieses Thema mit auf dem Programm.
Über die regionale Vermarktung und Tourismuskonzepte erfuhr die Gruppe Interessantes aus erster Hand. So berichtete Seniorchef Pieter Wolters über Konzept und Vermarktung seines Uckerkaas und im Rahmen einer Floßfahrt erfuhr die Delegation aus Minden viel über den naturnahen Tourismus im Landkreis. Wirtschaftsthemen wurden im Rahmen des Besuchs der Raffinerie Schwedt erörtert. Die Teilnahme an der Kreisausschusssitzung gab einen Einblick in die dortige parlamentarische Arbeit.
Anlässe für zukünftige gemeinsame Projekte bieten die historischen Daten 11. November 2009 und 3. Oktober 2010. Dann kann nach 20 Jahren auf die Zeit der Aufbauhilfe nach der Wende sowie die darauf folgende Entwicklung hin zu einer Partnerschaft zweier moderner Landkreise zurückgeblickt werden.
Beide Landräte bekräftigten die bestehenden Kontakte, die sie mit weiteren Erfahrungsaustauschen fortsetzen wollen.
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