Zukunft braucht Familie - Lübbecke gründet Lokales Bündnis für Familie
Lübbecker Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen
Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lübbecke möchten Familien noch stärker in den Mittelpunkt stellen. Deswegen gründen sie am 19. Juni ab 17 Uhr in der Stadthalle ein Lokales Bündnis für Familie. Im Rahmen einer feierlichen Gründungsveranstaltung unterzeichnen die zukünftigen Bündnisakteurinnen und -akteure, darunter die beiden Bündnisinitiatoren, Bürgermeisterin Susanne Lindemann und Eckhard Witte, sowie Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Lübbecker Institutionen wie der AWO, der Diakonie, der Musikschule Lübbecke, dem Unternehmerinnen-Treff Lübbecke, der Parität, des Jugendzentrums, der Kindergärten und Schulen der Stadt sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger, gemeinsam das Bündnisplakat.Begrüßt werden die Gäste von Landrat Dr. Ralf Niermann.
Lübbecker Bürgerinnen und Bürger, die sich für das Familienbündnis interessieren, sind herzlich zur Gründungsveranstaltung eingeladen. Anmeldungen sind bis einschließlich 17. Juni möglich bei der Lübbecker Gleichstellungsbeauftragten Angelika Lüters.
Gute Ideen für Jung und Alt
In Lübbecke gibt es bereits eine Vielzahl an Angeboten und Initiativen für Familien und Kinder. Um den Status als familienfreundliche Stadt weiter auszubauen, dient die Veranstaltung neben der offiziellen Gründung des Familienbündnisses auch dazu, neue Ideen vorzustellen, die das künftige Bündnis bereits entwickelt hat für (noch) mehr Familienfreundlichkeit in Lübbecke. Es haben sich bereits sieben Arbeitsgruppen gebildet, die sich unter anderem den Handlungsfeldern „Erziehung und Bildung“, „Kinderbetreuung“, „Vernetzung und Öffentlichkeit“ „Generationenübergreifende Zusammenarbeit“ „ Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, „Familienfreundliches Umfeld“, und „Jugend“ widmen wollen. So möchte die AG „Erziehung und Bildung“ Lesepatenschaften für Grundschülerinnen und -schüler ins Leben rufen und Abgangsklassen im Rahmen eines Mentoring-Programms beim Wechsel in Beruf und Ausbildung begleiten. Außerdem möchten die Akteurinnen und Akteure multikulturelle Kochveranstaltungen anbieten, um den Kontakt zwischen den verschiedenen Kulturen zu intensivieren.
Mehr Transparenz in den familienbezogenen Angeboten der Stadt Lübbecke soll, so die Idee der Arbeitsgruppe „Vernetzung und Öffentlichkeit“, durch einen Familienwegweiser entstehen. Die AG „Generationenübergreifende Zusammenarbeit“ will ein engeres Band zwischen Jung und Alt knüpfen und dazu das Projekt „Wunschgroßeltern“ ins Leben rufen: Kinder und Senioren, die keine Großeltern bzw. Enkel haben oder deren Verwandte zu weit entfernt wohnen, sollen im Rahmen dieses Projekt zusammengekommen und miteinander Zeit verbringen können.
Neue Impulse für mehr Familienfreundlichkeit gefragt
Auch die Gäste der Gründungsfeier sind eingeladen, bei einem Ideenspaziergang eigene Ideen für mehr Familienfreundlichkeit in Lübbecke und Vorschläge für mögliche Projekte zu entwickeln. Die Ergebnisse des Gedankenaustauschs werden anschließend im Plenum vorgestellt. „Ganz wichtig ist uns, die Vernetzung und den Austausch untereinander anzuregen“, erläutert Bündniskoordinatorin Angelika Lüters. „Es sind bereits so viel tolle Ideen entstanden, wie wir Lübbecke noch familienfreundlicher gestalten können. Diese Entwicklung möchten wir mit dem Bündnis weiter fördern und freuen uns auf die neuen Impulse der Gäste unserer Feier.“
Für ein unterhaltsames kulturelles Rahmenprogramm sorgen die Kinder der Kita Regenbogen und „Cirkus Krönchen“. Auch die Schülerband der Musikschule „Pro Musika“ erfreut die Gäste mit musikalischen Darbietungen. Moderiert wird die Veranstaltungen vom Servicebüro der bundesweiten Initiative Lokale Bündnisse für Familie.
Unterstützt wurde die Bündnisgründung vom Servicebüro der Initiative Lokale Bündnisse für Familie, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2004 gestartet wurde.
Nähere Informationen über das Lokale Bündnis für Familie in Lübbecke erhalten Sie von:
Hintergrund
Die Initiative Lokale Bündnisse für Familie wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Akteure mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.
Derzeit engagieren sich mehr als 13.000 Akteurinnen und Akteure, darunter 5.000 Unternehmen, in rund 5.200 Projekten. 564 Bündnisse sind in der Initiative bereits aktiv und etwa 200 weitere Bündnisgründungen in Vorbereitung (Stand: 10. Juni 2009).
In den Kreisen, Städten und Gemeinden mit einem Lokalen Bündnis leben mehr als 50 Millionen Menschen. Das Bundesfamilienministerium hat ein Servicebüro eingerichtet, das den Aufbau und die Weiterentwicklung der Lokalen Bündnisse bundesweit koordiniert und unterstützt. Das Servicebüro wird aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds finanziert.
Informationen über die bundesweite Initiative und konkrete Beispiele aus den Bündnissen sind im Internet unter www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de abrufbar.