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Datum: 04.07.2024

Zukünftiges Rathaus: Abschlussbericht liegt vor

Ausgangssituation:

Das Rathaus befindet sich in einem baulich schlechten Zustand (Schulnote: „ausreichend bis mangelhaft“). Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Aufgrund eines einstimmigen Ratsbeschlusses vom 24.08.2022 wurde das Büro Drees & Sommer damit beauftragt, im Rahmen des Projekts „zukünftiges Rathaus“ 4 mögliche Lösungsvarianten zu analysieren. Unter Betrachtung monetärer und nicht-monetärer Faktoren hat Drees & Sommer eine Nutzwertanalyse inklusive Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erarbeitet und am 3. Juli im Rat der Stadt Espelkamp vorgestellt. Auch den Bürgerinnen und Bürgern wurde in einer Informationsveranstaltung im Bürgerhaus der Abschlussbericht präsentiert.

Zusammenfassung der wichtigsten Eckpunkte aus dem Abschlussbericht:

Es sind 4 Lösungsvarianten untersucht worden, darunter

  • Kernsanierung des jetzigen Rathauses (Variante 1),
  • Abriss und Neubau am bisherigen Standort (Variante 2),
  • Neubau auf dem Adientgelände (Variante 3) und
  • 3 Szenarien eines Neubaus neben dem jetzigen Rathaus (Variante 4.1 + Variante 4.2 + Variante 4.3).

Für die Varianten Sanierung und Neubau am bisherigen Standort wäre eine Zwischenlösung für die Unterbringung der Verwaltung notwendig, die zusätzliche Kosten verursachen würde. Bei Neubauten würden Kosten für den Rückbau des jetzigen Rathauses entstehen. Im Ergebnis sind die Neubauvarianten an anderer Stelle wesentlich kostengünstiger und wirtschaftlicher als eine Sanierung des Bestandes, ermittelte das Fachbüro.

Für eine Nutzwertanalyse sind zusätzlich zu den Kosten auch Aspekte des Standortes und der Gebäudenutzbarkeit für Bürger und Mitarbeiter einbezogen worden. In Summe sprechen sowohl wirtschaftliche und städtebauliche, wie auch das Erreichen einer guten Arbeitseffizienz in der Verwaltung für einen Neubau neben dem aktuellen Rathaus.

Bei allen Varianten ist mit einer Gesamtprojektdauer bis zur Inbetriebnahme von etwa 6 Jahren zu rechnen.

Handlungsempfehlung des Fachbüros:

Im Gesamtergebnis der Machbarkeitsstudie wird von Drees & Sommer empfohlen, die Neubauvarianten neben dem jetzigen Rathaus (V 4.1 / V 4.2 / V 4.3) als Grundlage für den weiteren Planungsprozess zu definieren (Vorzugsvarianten). Das sind die wichtigsten Vorteile bzw. Stärken dieser Varianten:

  • Die Flächenbedarfe können untergebracht werden, das Bürokonzept kann umgesetzt werden
  • Der Rathausneubau entsteht in (bekannter) zentraler, innenstädtischer Lage mit allen Vorteilen der Nahversorgung und der Anbindung für Bürger:innen und Mitarbeiter:innen
  • Es ist keine Interimslösung (Ausweichstandort für die Bauzeit) notwendig
  • Eine Inbetriebnahme ist bis Mitte 2030 möglich
  • Durch den Neubau entsteht eine größere Entwicklungsfläche, die für eine attraktive städtebauliche und freiraumplanerische Neuordnung des Bereichs genutzt werden kann

Aufgrund der minimalen prozentualen Unterschiede zwischen den Vorzugsvarianten V 4.1 bis V 4.3 kann keine der drei Variante als eindeutig vorteilhafteste Variante definiert werden. Im Rahmen des weiteren Planungsprozesses, insbesondere im Rahmen eines Planungswettbewerbs sollte die bestmögliche städtebauliche und architektonische sowie freiraumplanerische Lösung erarbeitet werden. Dafür bietet sich ein Wettbewerbsverfahren optimal an, so die Empfehlung des Fachbüros Drees & Sommer.

Ergebnis:

Das jetzige Rathaus ist in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Es muss eine Lösung her. Im Rat der Stadt Espelkamp soll nun über das Projekt "Zukünftiges Rathaus" und die weitere Vorgehensweise entschieden werden.

Der Projekt-Abschlussbericht des Fachbüros Drees & Sommer steht hier zum Download bereit:

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