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Zahl der Grippefälle im Kreis Minden-Lübbecke stark erhöht

Nachdem vor Weihnachten bereits eine kleinere Grippewelle in Deutschland und auch im Kreis Minden-Lübbecke aufgetreten war, zeigt sich aktuell eine stark erhöhte Zahl von Atemwegserkrankungen und Grippeerkrankungen. Bundesweit steigen die Zahlen seit Mitte Januar deutlich an und liegen über den Werten der letzten beiden Winter. Nur in den Jahren 2004/2005, 2006/2007 und 2008/2009 gab es noch höhere Erkrankungszahlen in Deutschland. Im Kreis Minden-Lübbecke ist gegenwärtig der westliche Teil, also der Altkreis Lübbecke, besonders stark betroffen, während im Bereich Minden, Porta Westfalica und Petershagen nur eine mäßige Erhöhung verzeichnet wird. Aber auch dort ist ein deutlicher Anstieg in den nächsten Tagen zu erwarten. Betroffen sind alle Altersgruppen, besonders stark aber Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene bis 34 Jahre.

Es ist damit zu rechnen, dass die Grippewelle noch bis Mitte März/Beginn der Osterferien anhalten wird. Dies zeigen die Erfahrungen aus den Beobachtungen der letzten Jahre.

Für eine Grippeimpfung ist es allerdings inzwischen zu spät, da die Impfung erst nach 14 Tagen ihre Wirkung voll entfalten kann. Als Vorsichtsmaßnahme ist regelmäßiges Händewaschen dringend zu empfehlen. Erkrankte sollten nicht in die Hände, sondern in den Ellenbogen niesen und enge Kontakte meiden. Gerade die laufende Karnevalszeit, die hier im Kreis Minden-Lübbecke allerdings nicht so ausgeprägt wie im Rheinland begangen wird, wird eine Weiterverbreitung beflügeln.

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