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ZWAR-Tour Richtung Pr. Ströhen

Rückenwind und Gegenwind

(Bericht: Claudia Schaaf-Gendig) 

So ist es wirklich auf unserer Fahrt. Rückenwind und Gegenwind - es ist halt April. Der Wind kommt immer von vorn. Aber egal. Hauptsache ist, daß die Sonne scheint und der erste Löwenzahn auch schon am Straßenrand leuchtet.

Auf los geht es los! Vom Life House in Wehdem geht es am Oppendorfer Windkraftmuseum und an Oppenwehe-Bulzendorf vorbei. Soweit kennen wir ja noch unsere Heimat. Aber dann geht es in die Tucht.

An dieser Stelle hätte ich gerne die Erklärung für das Wort Tucht von Wikipedia eingefügt, aber die finde ich leider nicht. Also versuche ich es selber. Wenn man keinen Kirchturm mehr sieht. Das letzte gelbe oder auch grüne Ortsschild mindestens zehn Minuten hinter einem liegt. Man maximal fünf Häuser zählt, wenn man sich um die eigene Achse dreht. Dafür aber die Zahl der Büsche und Bäume unzählbar wird. Genau da, wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen, da ist die Tucht. Unser plattdeutsches Wort klingt doch wirklich viel schöner als: Einöde, Abgelegenheit, Pampa, Walachei oder gar ADW.

Wenn man sich so gar nicht mit dem Weg auskennt, dann geht natürlich das Drunseln los: „Sind wir bald da?“ „Ist es noch weit?“ „Ich habe Kaffeedurst“. „Und ich brauche KUCHEN!“

Wir sehen ein Rudel Rehe rechter Hand. Wir sehen ein Rudel Rehe linker Hand. Sind wir noch in NRW oder schon in Niedersachsen? Alles wird gut.

Wir kreuzen die Tielger Straße und sehen Pr. Ströhen. Das ist schon mal bekannt. Wir kreuzen die Wagenfelder Straße und fahren an der Tischlerei Allhorn vorbei. Genau. Hier waren wir sogar schon einmal. Dann ist es wirklich nicht mehr weit und wir riechen den duftenden Kaffee beim Moorhof schon von weitem.

Das tut jetzt so richtig gut, mit Torte und Kaffee verwöhnt zu werden. Diese Fahrt ist wirklich ein Glücksgriff. Herrliche ruhige Wege, die weite Landschaft und natürlich unsere Freundschaft. Vielen Dank Gerd, für die schöne Fahrt.

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