Kooperationsvertrag unterzeichnet
Wir wollen „Naturpark-Schule“ werden
Ob das „Entkusseln“ oder das Säubern eines Tümpels mit Amphibien – die Stemweder-Berg-Schule setzt sich intensiv in ihrer pädagogischen Arbeit mit den Themen Natur, Moor, Klima sowie Kultur und Tourismus auseinander.
In einem feierlichen Rahmen besiegelten der Vorstandsvorsitzende des Vereins Naturpark Dümmer, Landrat Cord Bockhop, die Schulleiterin Heike Hachmann sowie der Schulträger - Gemeinde Stemwede Werner Bahnemann einen Kooperationsvertrag, denn die Stemweder-Berg-Schule möchte die bundesweite Auszeichnung „Naturpark-Schule“ vom Verband Deutscher Naturparke (VDN) erhalten. Zu der feierlichen Vertragsunterzeichnung waren auch Landrat Dr. Ralf Niermann (Landkreis Minden-Lübbecke) sowie Regierungsdezernent Torsten Schätz aus Detmold gekommen.
Die Zukunft - Von der Moorpflege bis zum Amphibienbiotop
Im nächsten Schritt sollen die Ziele der Zusammenarbeit zwischen Naturpark und Schule verfeinert werden. Es sollen beispielsweise Kontakte zu außerschulischen Partnern in Sachen Umwelt, Natur, Kultur intensiviert, der Unterricht inhaltlich bereichert werden und verstärkt außerschulische Aktivitäten stattfinden. Angefangen hat die Schule bereits mit verschiedenen Naturschutzprojekten. So haben z.Bsp. Schüler des 9. Jahrgangs in Arrenkamp einen Amphibientümpel entschlammt und die Klasse 10 d im Januar im Rehdener Geestmoor bei einem Moorpflegeeinsatz Birken „entkusselt“.
So möchte die Stemweder-Berg-Schule mit dem Zertifikat „Naturpark-Schule“ u.a. fachübergreifendes Arbeiten weiter fördern, Kenntnisse über Natur und Landschaft im unmittelbaren Umfeld der Schule vermitteln und regionale Bezüge zum Naturpark Dümmer mit seinen Besonderheiten herstellen. Jede Klasse soll mindestens einmal im Schuljahr das Thema Naturpark im Unterricht und darüber hinaus, z. B. in Projekttagen, Exkursionen behandeln.
Vermehrt möchte die Schule die Ressourcen des Naturparks Dümmer für ihre Ziele nutzen, um bei den Schülern die Identifizierung mit der eigenen Region zu verstärken und Verständnis für die Wechselwirkung von Ökonomie und Ökologie zu entwickeln. Als schulischer Projektleiter setzt sich Ulrich Nimbs für die Umsetzung der Ziele ein.
Bildung für nachhaltige Entwicklung als erklärtes Ziel
Schulleiterin Heike Hachmann hofft, dass verstärkt Projekttage, Exkursionen oder Fortbildungen in enger Zusammenarbeit mit Partnern des Naturparks durchgeführt werden können. „Den Blick in die Heimat und auf das Einzigartige der Region zu richten, um dann im nächsten Schritt über den Tellerrand hinaus auf globale Bezüge zu blicken, das ist für uns als Schule aktive Bildung zur nachhaltigen Entwicklung", erklärte Frau Hachmann.
Naturparkschule nach den Kriterien des VDN
Allerdings hat die Schule noch ein wenig Arbeit vor sich, um die Kriterien des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN) zu erfüllen. Das vorhandene Umweltbildungskonzept und der aktuelle Maßnahmenplan stimmen aber die Beteiligten optimistisch, dass bereits im Frühjahr die endgültige Auszeichnung zur Naturpark-Schule durch den VDN erfolgen wird.