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Wiener Klassik und ungarische Klänge auf Gut Renkhausen

Minden-Lübbecke, 15.10.2009


Wiener Klassik und ungarische Klänge auf Gut Renkhausen

Kammerkonzert am 15. November 2009

Einen besonderen Kunstgenuss verspricht das Konzert mit dem Asasello-Quartett. Es ist die letzte Veranstaltung der diesjährigen „Kammermusik in Schlössern und Herrenhäusern“. Das noch junge Asasello-Quartett wird mit einem spannenden Programm auftreten: Beliebten Meisterwerken der Wiener Klassik werden neue ungarische Werke gegenüber gestellt und damit ein spannender musikalischer Kontrast erzeugt. Ein Konzert, das neben hochklassigen Interpretationen der Klassiker bei den ungarischen Werken auch spieltechnisch außergewöhnliche Leistungen erfordern wird und mit selten zu erlebenden Klängen überrascht.

Wir bitten um Ankündigung und laden herzlich ein zur

Kammermusik in Schlössern und Herrenhäusern
"Wiener Klassik und ungarische Klänge" auf Gut Renkhausen,

am:  Sonntag, 15. November 2009
um:  17 Uhr (Einlass 16.30 Uhr),
auf:  Gut Renkhausen, Renkhauser Allee 1, 32312 Lübbecke-Gehlenbeck

Konzertkarten: Tel. 0571 / 807-2000 oder -2302 oder -2317.

Nach seiner Gründung im Jahr 2000 studierte das Asasello-Quartett in der Meisterklasse des Alban Berg Quartetts an der Kölner Musikhochschule. 2003 gewannen die vier aus Russland, Polen und der Schweiz stammenden Musiker den ersten Preis des „Migros Kulturprozentes“ in Zürich. Nach weiteren Wettbewerbserfolgen und einem Stipendium der Kunststiftung NRW erschienen im Selbstverlag zwei CDs, die große Aufmerksamkeit erregten. In nächster Zeit wird das Asasello-Quartett eine weitere Platte mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy und seiner Schwester Fanny Hensel einspielen.

In Renkhausen wird das mit ungewöhnlichen, aber intelligent erfundenen Programmen auftrumpfende Ensemble Streichquartette von Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart mit zwei Meisterwerken des zwanzigsten Jahrhunderts von György Ligeti und György Kurtag konfrontieren. Eröffnet wird das Programm mit Beethovens c-moll-Streichquartett op. 18,4. Mit den sechs Quartetten op. 18 setzte der junge Komponist ein Zeichen: sie zeigen ihn nicht nur als perfekten Beherrscher der Form, sondern zugleich als kühnen Erfinder und Experimentierer, der zu neuen musikalischen Ufern aufbricht.

Das zweite Streichquartett von György Ligeti, mit dem das Asasello-Quartett sein Programm fortsetzt, entstand 1968. Das fünfsätzige, höchste technische Anforderungen stellende Werk wurde in Baden-Baden uraufgeführt. Beeinflusst wurde die Komposition nach Aussage Ligetis durch die Malweise von Paul Cezanne. Ein außergewöhnliches Stück sind auch die „Zwölf Mikroludien für Streichquartett“ op. 13 des 1926 geborenen György Kurtag. Zwischen 15 und 100 Sekunden dauern die knappen Klangstudien, die auf engstem Raum charakterscharfe musikalische Aussagen treffen.

Als Finale erklingt dann Wolfgang Amadeus Mozarts letztes Streichquartett F-Dur KV 590. Es ist das dritte eine geplanten, aber nicht vollendeten Sechserreihe für „Seine Majestät, den König von Preußen“, der selber ein passabler Cellospieler war und dem Mozart diesen Part auf den Leib schrieb. Das F-Dur-Quartett, Friedrich Wilhelm II. gewidmet, wurde im Juni 1790 fertig gestellt und ist von höchster kompositorischer Kunstfertigkeit, die beim Hören jedoch hinter Mozarts musikalischer Leichtigkeit zurücktritt.

Das Konzert mit dem Asasello-Quartett wird programmatisch und musikalisch Maßstäbe setzen: der Höhepunkt der diesjährigen „Kammermusik in Schlössern und Herrenhäusern.“

Kartenverkauf: Bürger-Service Kreis Minden-Lübbecke, Tel. 0571 / 807-2000 und -2302 (Kulturamt)

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