Westenergie und Stadt Preußisch Oldendorf verleihen Westenergie Klimaschutzpreis
- Westenergie zeichnet Engagement für Umwelt- und Klimaschutz aus
- Das Repair Cafe, eine Idee des Seniorenbeirat, erhält ersten Preis
- Der zweite Preis geht an den Waldkindergarten „Glückspilze“
Der Westenergie Klimaschutzpreis steht auch in diesem Jahr ganz im Zeichen des Natur- und Umweltschutzes. Der Preis, den die Westenergie AG gemeinsam mit den Partnerkommunen verleiht, geht an örtliche Vereine, Organisationen oder Personen, die sich beim Thema Klimaschutz besonders verdient gemacht haben. In diesem Jahr geht der Westenergie Klimaschutzpreis in Preußisch Oldendorf an das Repair Cafe und an den Waldkindergarten „Glückspilze“. Die Preise wurde von Bürgermeister Marko Steiner gemeinsam mit Westenergie-Kommunalmanager Johannes Geers überreicht.
Warum tropft die Kaffeemaschine und lässt sich der Staubsauger vielleicht doch noch retten? Der Seniorenbeirat der Stadt Preußisch Oldendorf hat sich mit seinen neun Mitgliedern damit beschäftigt, wie Geräte des täglichen Lebens wie Radios, Kaffeemaschinen,
Staubsauer, Bohrmaschinen und viele weitere elektrische Geräte mehr, die sonst entsorgt werden, in der Funktion erhalten bleiben und nicht als Rohstoffe auf dem Elektroschrott landen. Die Ideen des Seniorenbeirates dazu tragen Früchte, denn seit Januar 2024 gibt es ein Repair Cafe, dass allen Bürger*innen zugänglich ist. Erfahrene Techniker, Elektriker und Helfer*innen reparieren ehrenamtlich defekte Geräte und schonen somit die Umwelt und wichtige Roh- und Wertstoffe. Die für die Reparatur benötigten Prüf- und Reparaturutensilien konnten durch Spenden angeschafft werden. Der Westenergie Klimaschutzpreis ist mit einem Preisgeld von 500 Euro dotiert, die nun dem Repair-Cafe für weitere Anschaffungen zur Verfügung stehen.
Weitere freiwillige versierte Helfer und Kuchenspenden für die Beteiligten sind jederzeit willkommen. Repariert wird alles „was einen Stecker hat“.
Ebenfalls mit dem Westenergie Klimaschutzpreis ausgezeichnet wurde der Waldkindergarten Glückspilze in Bad Holzhausen. Die „Glückspilze“ sind ein Waldkindergarten mit 20 Kindern, die am Rand des Wiehengebirges in Bad Holzhausen ihren Bauwagen stehen haben. Jeden Tag starten sie gemeinsam in den Wald und erkunden wetterunabhängig das Gelände. Im Rahmen ihrer allgemein praktizierten Philosophie zum Schutz von Umwelt und Natur setzen die „Glückspilze“ das ganze Jahr über kleine Projekte um. In diesem Jahr haben die Kinder gemeinsam mit Eltern und Erzieher*innen begonnen, auf dem Bauwagengelände eine Benjeshecke anzulegen. Benjeshecken oder Totholzhecken sind Hecken, die durch lockere Ablagerungen von Gehölzen wie Ästen und Zweigen nach und nach aufgeschichtet und erweitert werden. Hiermit schaffen die „Glückpilze“ neue Nistplätze für bis zu 20 verschiedene heimische Arten von Brutvögeln. Auch viele andere nützliche und teilweise gefährdete Tiere der Natur wie Igel, Frösche und Kröten finden einen sicheren Unterschlupf für den Winter. Darüber hinaus siedeln sich im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Insekten, Spinnen und Käfern an. Auch Schmetterlinge oder Fledermäuse profitieren von der Totholzhecke und nutzen diese als Unterschlupf.
Dieses Engagement wird mit dem 2. Platz des Westenergie Klimaschutzpreises und mit 300 Euro Preisgeld belohnt.
„Dass Müllvermeidung und damit auch Natur- und Klimaschutz bei uns allen beginnt und Einsatz für nachhaltiges Handeln funktioniert, haben die Preisträger*innen eindrucksvoll bewiesen. Wir brauchen Vorbilder wie diese, an denen sich andere orientieren können“, sagte Westenergie-Kommunalmanager Johannes Geers, der sich über das Engagement freute und ergänzte: „Mit dem Westenergie Klimaschutzpreis möchten wir Einrichtungen und Initiativen würdigen, die vorbildlich Umweltschutz leben und aktiv zur Verbesserung unseres Klimas beitragen. Gerade das Umweltschutz-Engagement geschieht vielmals im Verborgenen. Umso wichtiger ist uns diese Möglichkeit der Auszeichnung. Denn jeder einzelne von uns kann schon mit kleinen Taten einen Beitrag für den Schutz unserer Umwelt leisten.“
Mit dem Westenergie Klimaschutzpreis werden Initiativen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für den Klima- und Umweltschutz einsetzen. Strom sparen, Luft und Wasser verbessern, Lebensräume erhalten: Klimaschutz erstreckt sich auf viele Gebiete. Entsprechend unterschiedlich waren die Ideen. Westenergie und die jeweilige Kommune schreiben den Westenergie Klimaschutzpreis jährlich aus und stellen auch gemeinsam die Jury.
Seit 1995 machen Westenergie und ihre Partnerkommunen im Versorgungsgebiet von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen mit dem Klimaschutzpreis gute Ideen und vorbildliche Aktionen aus dem lokalen und regionalen Umfeld für die Öffentlichkeit sichtbar. Über 8.000 Initiativen, Projekte und Gruppen haben damit inzwischen die Auszeichnung seit dem Start 1995 erhalten, dazu nach Größe der teilnehmenden Kommune gestaffelte Geldprämien. Weitere Infos zum Westenergie Klimaschutzpreis unter www.westenergie.de/klimaschutzpreis
Alle Teilnehmenden sowie Westenergie-Kommunalmanager Johannes Geers und Bürgermeister Marko Steiner sind begeistert vom Engagement der Westenergie Klimaschutzpreisträger*innen.
Foto: Repair Cafe
v.l.n.r.:
Bürgermeister Marko Steiner, Westenergie-Kommunalmanager Johannes Geers, „Repairler“ Michael Wischmeyer , Arno Tiemeier
Foto: Waldkindergarten
v.l.n.r.:
Erzieherin Nicole Schmidt, Vorsitzender DKSB Lübbecke e. V. Matti Sölter, Bürgermeister Marko Steiner, Leiterin Lara Schmidt mit den „Glückspilzen“