Wenn Steine reden könnten ... - Das Alte Rathaus erzählt Stadtgeschichte
Neue Filmdokumentation wird am 12. und 13. Dezember präsentiert
Kaum ein Gebäude in Lübbecke blickt auf eine so bewegte Geschichte zurück wie das Alte Rathaus am Marktplatz. Der Mindener Domherr Heinrich Tribbe, dessen Familie einen Burgmannshof in Lübbecke besaß, erwähnt um 1460 das "steinerne Haus des Rates" in Lübbecke. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es auf vielfältige Weise genutzt und präsentiert sich heute als modernes Kultur- und Medienzentrum. Beim großen Stadtbrand im Jahre 1705 wurde auch das Rathaus ein Raub der Flammen. Der Wiederaufbau zog sich über mehrere Jahre hin, wie es die aus dem Jahre 1709 stammenden Einsenanker an der Westfassade des Rathauses belegen. Das Stadtarchiv Lübbecke hat den Neubau des Rathauses vor nunmehr 300 Jahren zum Anlass genommen, zusammen mit der Medienwerkstatt Minden-Lübbecke e.V. eine Filmdokumentation zur Geschichte des Alten Rathauses mit dem Titel „Wenn Steine reden könnten …“ herauszugeben. Dabei geht der Blick von der ersten Erwähnung Lübbeckes zum Jahre 775 bis zur Nutzung des Gebäudes durch Mediothek und Museum im Jahre 2009. Mittelalterliche Spielszenen, auch solche zur Feuerwehr, zeitgenössische Berichte, historische Fotos und Filmbeiträge aus vergangenen Tagen gestatten einen umfassenden Einblick. So wird Stadtgeschichte wieder lebendig.
Das Stadtarchiv stellt die Dokumentation der Öffentlichkeit am 12. und 13. Dezember im Alten Rathaus, Kultur- und Medienzentrum, Am Markt 3, vor. Am 12. Dezember sind Filmvorführungen um 14 Uhr und um 16 Uhr geplant. Die Veranstaltungen dauern jeweils etwa eine Stunde. Der Eintritt kostet zwei Euro. Am 13. Dezember bildet die Filmvorführung den Abschluss der diesjährigen Stadtführungen des Lübbecker Stadtmarketingvereins. Die Stadtführung beginnt um 16.30 Uhr am Gänsemarkt. Nach einem abwechslungsreichen Gang durch die neu gestaltete Fußgängerzone klingt der Nachmittag im Alten Rathaus mit der Filmdokumentation zur Geschichte des Alten Rathauses aus. Die Teilnahme an der Stadtführung mit der Filmpräsentation kostet fünf Euro.
Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, nimmt das Servicebüro der Stadtverwaltung für den 12. und den 13. Dezember Anmeldungen unter Tel. 05741 / 276-111 entgegen. Zusätzlich stehen für den Betrag von fünf Euro DVD-Gutscheine der Dokumentation zur Verfügung. Diese können im Servicebüro und im Stadtarchiv, Wiehenweg 33, erworben werden.