Weg der Erinnerung - 75 Jahre nach dem Pogrom - Reihe mit Gedenkveranstaltung, Ausstellung, Konzert, Vortrag und Filmvorführung ab dem 9. November
Lübbecke. 75 Jahre sind vergangen, seit in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 in Deutschland die Synagogen brannten und jüdische Privat- und Geschäftshäuser geplündert wurden. Zum Gedenken an den Pogrom und die Opfer der Shoa wird in der Stadt Lübbecke auch in diesem Jahr am Abend des 9. November der „Weg der Erinnerung“ gegangen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Kultur- und Medienzentrum (Altes Rathaus) mit der Eröffnung einer Sonderausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Lübbecke.
Der Vorbereitungskreis für den „Weg der Erinnerung“ freut sich, dass Angehörige der Familie Lazarus ihre Teilnahme an der Ausstellungseröffnung zugesagt haben. 1939 war es dem damaligen jüdischen Lehrer und Kantor, Max Lazarus, noch gelungen, mit seiner Frau nach Palästina zu emigrieren. Deren Nachfahren haben Lübbecke bereits mehrfach besucht und werden in diesem Jahr zudem ein gemeinsames Konzert mit hiesigen Musikern geben. Es findet am 10. November im Musikzentrum des Wittekind-Gymnasiums statt. In der Veranstaltungsreihe wird darüber hinaus Miriam Magall (Berlin) am 12. November auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Lübbecke im Alten Rathaus einen Vortrag über Frauen im Judentum halten. Am 18. November lädt die Mediothek Lübbecke zu einem Filmabend ins Alte Rathaus ein. Der Spielfilm „Am Ende kommen Touristen“ setzt sich mit dem heutigen Umgang mit der Shoa auseinander. Der Eintritt zum Filmabend ist frei. Karten für das Konzert und die Lesung sind jeweils an der Abendkasse erhältlich. Alle Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr.