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Datum: 12.06.2024

WBV »Am Wiehen« geht gut vorbereitet in die Sommersaison

Gesicherte Trinkwasserversorgung in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne durch höhere Zukäufe beim WBV Herford-West

In den letzten Monaten gab es für den Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ einige Herausforderungen zu lösen, um stets die passenden Trinkwassermengen für die vier Verbandskommunen Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne bereitzustellen. Doch nun blickt Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller vorsichtig optimistisch in Richtung Sommer. Trinkwassermengen der Mindener Stadtwerke, die aufgrund der Nachwirkungen des Winter-Hochwassers wegfielen, konnte der WBV „Am Wiehen“ durch zusätzliche Zukäufe beim WBV Herford-West ersetzen. Außerdem wurden im Wasserwerk Südhemmern unter anderem 10 Brunnenanlagen regeneriert, damit sie so leistungsfähig wie möglich sind.
Ca. 10.500 Kubikmeter Wasser können die eigenen Brunnenanlagen des WBV „Am Wiehen“ täglich fördern. Bis zu 16.000 Kubikmeter Trinkwasser gibt der Wasserbeschaffungsverband jedoch täglich an seine vier Mitglieder, die Stadt Bad Oeynhausen, die Gemeinde Hüllhorst, die Stadt Löhne und den WBV des Amtes Hartum ab – an sommerlichen Spitzenverbrauchstagen sogar noch mehr. Die Differenzmengen kauft der WBV „Am Wiehen“ bei benachbarten Wasserlieferanten zu, auch bei Mindener Wasser, einem Schwesterunternehmen der Mindener Stadtwerke.


Wegfallende Wassermengen aus Minden
„Aufgrund der Nachwirkungen des Winter-Hochwassers sind in Minden noch immer nicht alle Brunnen wieder in Betrieb – auch ein Rohrbruch kam dort hinzu, sodass Mindener Wasser seit Jahresbeginn 2024 die Trinkwasserlieferungen an uns nahezu eingestellt hat“, erklärt Bernd Poggemöller, Verbandsvorsteher des WBV „Am Wiehen“. „Diese andauernde Situation hat unser Wassermanagement vor einige Herausforderungen gestellt und mit einer deutlichen Entspannung ist in diesem Sommer nicht zu rechnen.“


Zusätzliche Trinkwasser-Zukäufe vom WBV Herford-West
Daher wandte sich der Verband an seine weiteren Trinkwasser-Lieferanten, um zu ermitteln, welche zusätzlichen Wassermengen von dort zu beziehen sind. Es zeigte sich, dass die Hilfsbereitschaft untereinander groß ist. So kann der Wasserbeschaffungsverband Herford-West mithilfe von Wasserlieferungen der Bielefelder Stadtwerke die ausfallenden Wassermengen aus Minden ersetzen – auch weitere Partner signalisierten ihre Bereitschaft, ihre Liefermengen bei Bedarf noch etwas aufzustocken.

Technische Optimierungen beim WBV „Am Wiehen“
Zudem ist es neben der bisher feuchten Witterung und ausbleibenden Hitzetagen auch weiteren Maßnahmen im Wasserwerk Südhemmern zu verdanken, dass es beim WBV „Am Wiehen“ keine Engpässe bei der Trinkwasserversorgung gegeben hat: „Wir haben den gesamten Winter hindurch 10 unserer 21 Brunnen regeneriert, damit diese besonders leistungsfähig sind“, erkärt Bernd Poggemöller. „Darüber hinaus wurden im Wasserwerk Südhemmern die Rohrleitungen von fünf der sechs Filteranlagen bereits komplett erneuert – eine Vorbereitung, um die Filteranlagen über den kommenden Winter durch weitere Maßnahmen für viele Jahre fit machen.“


Sorgsamer Umgang mit dem Lebensmittel Nr. 1
Insgesamt werden die getroffenen Maßnahmen alleine bei sommerlichen Spitzenverbrächen jedoch nicht ausreichen, Trinkwasser steht nicht endlos zur Verfügung. „Trinkwasser in bester Qualität jederzeit bereitzustellen, wird durch den Klimawandel und viele weitere Faktoren für alle Wasserlieferanten und -versorger eine immer komplexere Aufgabe“, so Bernd Poggemöller. „Deshalb wünschen wir uns das ganze Jahr hindurch einen sorgsamen Umgang mit unserem Lebensmittel Nr. 1 – Wassersparen bleibt für uns alle ein wichtiges Thema.“

So wird die Trinkwasser-Ampel auf den Webseiten und Social Media-Kanälen des WBV und der Verbandsmitglieder in diesem Sommer wieder über die verfügbaren Wassermengen informieren: Dieses Instrument zeigt deutlich an, wann der WBV „Am Wiehen“ die Unterstützung jedes Einzelnen benötigt. Solange die Ampel grün leuchtet, ist alles im grünen Bereich. Doch ab der gelben Ampelschaltung ergibt sich Handlungsbedarf: Dann sollte die Trinkwassernutzung reduziert werden. Auch die Mindener Stadtwerke haben die Ampel inzwischen eingeführt, um mehr Transparenz zu schaffen und die Menschen in Minden für einen sparsamen Umgang mit Trinkwasser zu sensibilisieren sowie bei besonderen Situationen vor einer Überlastung der Versorgungssysteme zu warnen.


Weitere Optimierungen der eigenen Anlagen
Um weiterhin rund um die Trinkwasserversorgung bestens aufgestellt zu sein, wird der WBV „Am Wiehen“ die Optimierungen der eigenen Anlagen fortsetzen. „Dies ist ein fortlaufender Prozess, mit dem wir immer ein Ziel verfolgen: Unsere Aufgabe, Trinkwasser zu beschaffen und für unsere Mitglieder bereitzustellen, bestmöglich zu erfüllen“, so Bernd Poggemöller.

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