Vortragsveranstaltung: Gesundheitsrisiko Angehörigenpflege
Minden-Lübbecke, 05.02.2007
Vortragsveranstaltung: Gesundheitsrisiko Angehörigenpflege
Pflegebedürftige Angehörige zu Hause zu betreuen, ihnen den Verbleib in der gewohnten Umgebung und vertraute Kontakte zu ermöglichen, stellt gerade angesichts der demografischen Entwicklung eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe dar.
Nahezu 90 Prozent aller Pflegebedürftigen, die zu Hause leben, werden von nahen Angehörigen gepflegt. Diese Aufgabe wird überwiegend ganz selbstverständlich von Ehepartnerinnen, (Schwieger)-Töchtern und Müttern geleistet.
Je nach Ausprägung der Pflegebedürftigkeit sind mit der Angehörigenpflege erhebliche körperliche sowie auch seelische Belastungen verbunden.
Die Kommunale Gesundheits- und Pflegekonferenz, das Gesundheits- und Sozialamt und die Gleichstellungsstelle des Kreises Minden-Lübbecke bieten in Kooperation mit der Ärztekammer Westfalen-Lippe eine Informationsveranstaltung an, in der die körperlichen und seelischen Belastungen und deren Folgen für pflegende Angehörige dargestellt werden.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 14. Februar 2007 um 15.00 Uhr im Saal des Kreishauses in Minden, Portastr. 13, statt. Vortragen wird Frau Dr. rer. medic. Dagmar Dräger, Leiterin des Projektbereiches "Demographischer Wandel und Alter" im Institut für Medizinische Soziologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin.
Frau Dr. Dräger wird in ihrem Vortrag auch auf die Frage nach der Motivation zur Übernahme von Angehörigenpflege und auf mögliche Entlastungsstrategien, mit denen die mit der Pflege verbundenen Belastungen bewältigt werden können, eingehen.
Eingeladen sind alle interessierten Personen aus der Altenpflege, Verbänden, Behörden, Politik oder sonstigen betroffenen Interessengruppen. Für die Teilnahme an der Veranstaltung entstehen keine Kosten. Anmeldungen sind möglich über den Kreis Minden-Lübbecke bei Dr. Christian Adam unter der Telefonnummer 0571/807-2288 oder unter eMail: c.adam@minden-luebbecke.de.