Vorsorgliche Sperre für angrenzenden Hof
Kreis Minden-Lübbecke, 6. April 2012
PCB-belastete Eier im Kreis Minden-Lübbecke:
Vorsorgliche Sperre für angrenzenden Hof
Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Minden-Lübbecke hat auf Bitte des Landesamtes für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (LANUV) den konventionell betriebenen Hof vorsorglich gesperrt, der an den bereits gesperrten eierproduzierenden Biobetrieb mit den PCB-belasteten Eiern angrenzt. Gestern hatte das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises zwei weitere Ställe und damit den kompletten Biobetrieb gesperrt, nachdem neue Untersuchungen hier eine Überschreitung der Höchstwerte ergeben hatten. Die Lagerräume der belasteten Eier wurden versiegelt.
An allen jetzt betroffenen Standorten hat das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Proben der Eier entnommen. Darüber hinaus führte das Amt eine erneute Plausibilitätsprüfung durch, ob die Legeleistung der Hühner und die Anzahl der im Betrieb vorhandenen Eier übereinstimmen. Außerdem prüft das Amt die Lieferscheine des Biobetriebes zur Bestätigung der Vertriebswege, wie das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und das LANUV angeordnet haben. In der kommenden Woche werden die bisher angefallenen Eier des gesperrten Biobetriebes unschädlich entsorgt.
Gleichzeitig suchen zurzeit die Fachleute aus dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Minden-Lübbecke gemeinsam mit Experten aus dem Chemischen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Münsterland-Emscher-Lippe CVUA MEL und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) nach den Ursachen für die erhöhten Werte der Eier des Betriebes. Analysen des aktuell verwendeten Futters hatten keine erhöhten Werte ergeben, wie das LANUV mitgeteilt hatte. Die Untersuchungen der zurückgestellten Futtermittelproben stehen noch aus. Außerdem untersuchen die Experten, ob das PCB über den Boden oder auf anderem Weg aufgenommen worden sein könnte. Da die Analyse der Proben einige Zeit beansprucht, wird frühestens in der nächsten Woche mit ersten Auswertungen gerechnet.