Verkehrsversuche zur Verbesserung der Situation in der südlichen Innenstadt
Seit dem 1. Februar 2007 gilt in der Weingartenstraße in Lübbecke wieder die Verkehrsführung aus dem Jahr 1998, das heißt Einbahnstraßenregelung stadtauswärts. Diese Verkehrsführung musste aufgrund eines im Dezember 2006 ergangenen Urteils des Verwaltungsgerichtes Minden angeordnet werden; in dem Verfahren hatte ein Anwohner der Weingartenstraße gegen die Anordnung des Beidrichtungsverkehrs in der Weingartenstraße geklagt und obsiegt.
Die neue Verkehrsführung in der Weingartenstraße führt zu erheblichen Verkehrsproblemen insbesondere auf der Berliner Straße (B 239). Der bisher über die Bergertorstraße und Weingartenstraße in die südliche Innenstadt abgeflossene Verkehr ist nun gezwungen, über den bereits an der Belastungsgrenze operierenden Knotenpunkt "Blase Kreuzung" sowie den Niederwall in die Innenstadt zu gelangen. Dieses zusätzliche Verkehrsaufkommen führt insbesondere zu den Verkehrsspitzenzeiten zum Kollaps des sensiblen Knotenpunktes Berliner Straße / Niederwall /Gehlenbecker Straße. Staulängen bis zur Stadtgrenze im Süden bzw. zum Industriegebiet im Norden von Lübbecke sind die sichtbaren Folgen dieser Knotenpunktüberlastung.
Diese Verkehrssituation mit den damit verbundenen negativen Auswirkungen (Wartezeiten, Schadstoff- und Geräuschemissionen, Verschlechterung der Anbindung der Lübbecker Innenstadt) sind auf Dauer nicht vertretbar. Aus diesem Grunde beabsichtigt die Stadt Lübbecke mögliche Alternativen zur bisherigen Verkehrsführung zu untersuchen.
Verkehrsversuch vom 6. März bis 4. Juni 2007: Weingartenstraße als Einbahnstraße stadteinwärts
In der ersten zu untersuchenden Alternative wird der Verkehr ab Bergertorstraße über die Weingartenstraße stadteinwärts geführt werden. Der stadtauswärts fließende Verkehr wird wie bereits zurzeit möglich - über die Straßen Fünfhausen, Danzelstätte, Am Markt sowie Franz-Welschof-Straße bzw. Max-Lazarus-Straße zur Berliner Straße geführt.
Verkehrsführung vom 06.03. bis 04.06.2007,
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Die Entwicklung der Verkehrsströme dieser Alternative soll in einem 3-monatigen Verkehrsversuch beobachtet und dokumentiert werden.
Im zweiten Schritt soll der Verkehr in einem weiteren 3-monatigen Verkehrsversuch stadteinwärts über die Bergertorstraße, Danzelstätte und Fünfhausen geführt werden, der stadtauswärts fließende Verkehr (Richtung Süden) wird in diesem Falle über die Weingartenstraße abfließen. Im dritten durchzuführenden Verkehrsversuch sollen die Auswirkungen eines Beidrichtungsverkehrs in der Weingartenstraße untersucht und dokumentiert werden.
Nach Abschluss der vorgesehenen Verkehrsversuche wird zunächst der "Altzustand" in der Verkehrsführung wiederhergestellt und eine intensive Auswertung der Ergebnisse bezüglich der Verteilung der Verkehrsströme sowie des Verkehrsverhaltens und der damit verbundenen Auswirkungen auf die betroffenen Anwohner der jeweiligen Verkehrswege vorgenommen. Die Erkenntnisse aus dieser Auswertung werden die zukünftige Verkehrsführung in der südlichen Innenstadt von Lübbecke bestimmen.