„Digitale Gewalt und gesellschaftliche Hintergründe“
Schnellere und bessere Arbeitsmöglichkeiten, Kontakte zu anderen Menschen – Medien wie Internet und Soziale Netzwerke bringen viele Vorteile mit sich. Aber auch die „dunkle Seite“ wie Hasskommentare und Cybermobbing nehmen zu. Sie beeinträchtigen und bedrohen immer mehr Menschen. Mit einer Veranstaltungsreihe zu „Digitaler Gewalt“ greift die Gleichstellungsstelle des Kreises Minden-Lübbecke diese Thematik auf. Schwerpunkte sind Frauenfeindlichkeit und Gewalt gegen Frauen im Netz.
Erster Teil der Reihe ist ein Vortrag des Soziologen und Publizisten Andreas Kemper zu „Hass-Sprache und Geschlechter-Rollback“. Immer mehr Menschen, die sich für Emanzipation einsetzen, werden im Netz mit „Hate-Speeches“ (Hass-Sprache) in unterschiedlichen Formen angegriffen. Diese reichen von Schmähkommentaren zu konkreten Gewaltaufrufen. Obwohl die mögliche Anonymität im Internet eine enthemmte Sprache fördert, werden viele Angriffe und Bedrohungen auch mit Klarnamen durchgeführt. Kemper geht auf die gesellschaftlichen Hintergründe dieser Hate-Speeches ein und differenziert dabei zwischen verschieden Akteurinnen und Akteuren.
Der Vortrag ist
am: Dienstag, 17. November 2015
von: 18 bis 20 Uhr
im: Sitzungssaal des Kreishauses in Minden, Portastr. 13.
Die Veranstaltung ist kostenlos und offen für alle Interessierten. Um Anmeldungen wird gebeten bei der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Minden-Lübbecke, Andrea Strulik, unter Tel.: 0571/807-24210 oder per E-Mail an a.strulik@minden-luebbecke.de.
Weitere Termine zu dieser Veranstaltungsreihe:
3.2.2016, 14 Uhr, Kreishaus in Minden
Digitale Gewalt: Neue Medien – neue Risiken?
Vorträge von Andrea Buskotte über Cybermobbing unter Jugendlichen und Dagmar Freudenberg über Gewalt gegen Frauen im Internet
21.4.2016, 18 Uhr, Kreishaus in Minden
Vortragsveranstaltung mit Anne Wizorek (Initiatorin des Hashtags #aufschrei)
Im Netz und auf der Straße – Feminismus von heute