Uranbelastung im Trinkwasser
Kreis Minden-Lübbecke, 05.08.2008
Uranbelastung im Trinkwasser - Reportage Report München vom 04.08.2008
Die Trinkwasserverordnung sieht keine regelhafte Untersuchung auf radioaktive Substanzen, insbesondere Uran, vor. Dennoch wurden im Jahre 2004 durch das Gesundheitsamt Untersuchungen des Trinkwassers im Kreis Minden-Lübbecke auf die empfohlenen Suchparameter Tritium und Radioaktivität („Gesamtrichtdosis“) durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten durchweg keine Belastung mit Tritium oder Radioaktivität. Eine Nachfrage beim Geologischen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen hatte zusätzlich ergeben, dass “es aus hydrogeologischer Sicht keinen Grund gibt, das Grundwasser im Kreis Minden-Lübbecke standardmäßig auf Tritium oder die Gesamtrichtdosis zu untersuchen“.
Eine aktuelle Untersuchung der Stadtwerke Lübbecke vom Mai 2008 bestätigt die Einschätzung, dass radioaktive Belastungen im Kreis Minden-Lübbecke nicht vorhanden sind: Es konnte kein Uran im Trinkwasser nachgewiesen werden. Auch aus den anderen ostwestfälischen Kommunen liegen keine Befunde zu radioaktiven Belastungen vor. Nichts desto trotz hat das Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke aufgrund der aktuellen Berichterstattung von Report München jetzt veranlasst, dass die Wasserversorger im Kreis Minden-Lübbecke das Trinkwasser auf einen möglichen Urangehalt untersuchen.