Unterwegs mit der Postkutsche - Eine Zeitreise zum Tag des offenen Denkmals
Familienführungen von Museum und Stadtmarketing Lübbecke am 12. September
Ein aufregender Gang durch die Lübbecker Geschichte lässt am 12. September das Leben vor 125 Jahren lebendig werden. Den Mittellandkanal gab es zu diesem Zeitpunkt ebensowenig wie den Lübbecker Bahnhof. Wer sich auf "Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr", so das Motto beim diesjährigen Tag des offenen Denkmals, begeben wollte, war auf die Postkutsche angewiesen. Die ersten Industriebetriebe hatten zu diesem Zeitpunkt in Lübbecke bereits Fuß gefasst und boten viele feste Arbeitsplätze, auch in der Heimarbeit, an. Die Verdienstmöglichkeiten hatten sich dadurch zwar geringfügig verbessert, aber trotzdem hieß die Devise in allen Haushalten: Sparen, sparen, sparen! Die Lebensumstände blieben nach wie vor bescheiden und sahen völlig anders aus, als heute. Längst vergangene Geschichte und Geschichten aus dieser Zeit lassen das Museum und die Stadtführer am Tag des offenen Denkmals in zwei aktionsreichen Familienführungen lebendig werden. Sie beginnen jeweils um 14 Uhr und um 15:30 Uhr am Kultur- und Medienzentrum, Altes Rathaus. Eine Anmeldung zu diesem kostenfreien Angebot ist nicht erforderlich.
Zusätzlich ist das Museum im Obergeschoss des Alten Rathauses am 12. September in der Zeit von 14 bis 15:30 Uhr geöffnet. Dort werden während dieser Zeit von Heiner Härtel mittelalterliche Waffen ausgestellt. Es besteht die Möglichkeit, bei der Anfertigung eines Kettenhemdes zuzusehen und sogar selbst einmal eines anzulegen. In die Mitte der 1970er Jahre hingegen entführt der Film "Lübbecke. Ein Tag wie jeder andere." Dieser Film wurde zuletzt gezeigt, als das Stadtarchiv im Frühjahr zu einem Tag der offenen Tür eingeladen hatte. Wegen der großen Nachfrage wird der Beitrag beim Tag des offenen Denkmals noch einmal im Museum zu sehen sein. Die Filmvorführung beginnt um 15:15 Uhr.