Unfallkommission beschließt erste Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen
Kreis Minden-Lübbecke, 6. Dezember 2011
Unfallkommission beschließt erste Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen
Unfallhäufungsstelle Rahdener Straße / Twiehauser Straße / Oppendorfer Straße
Niedrigere Geschwindigkeit, Ankündigung der Kreuzung und Gefahrenzeichen sollen als Sofortmaßnahmen auf die besondere Gefährlichkeit der Kreuzung Rahdener / Twiehauser / Oppendorfer Straße in Stemwede aufmerksam machen. Dies hat die Unfallkommission des Kreises Minden-Lübbecke nach einem schweren Verkehrsunfall Ende November an dieser Kreuzung beschlossen. Diese Maßnahmen ergänzen eine Rüttelmarkierung, die schon vor einiger Zeit als Unfallvorbeugung installiert worden war. Die Unfallkommission setzt sich aus Vertretern der Bezirksregierung Detmold, Straßen NRW, der Polizei, dem Bau- und Planungsamt und der Straßenverkehrsbehörde des Kreises zusammen.
Bei dem schweren Verkehrsunfall auf der Kreuzung der Rahdener Straße mit der Twiehauser und der Oppendorfer Straße am 24. November wurde eine 35-jährige Mutter aus Westrup tödlich und ihre vierjährige Tochter leicht verletzt, nachdem ein Lastwagenfahrer die Vorfahrt der Frau missachtet hatte.
Im Einzelnen hat die Unfallkommission nach einer Ortsbesichtigung die Analyseergebnisse ausgewertet und ein Maßnahmenbündel beschlossen: Auf der Twiehauser und auf der Oppendorfer Straße wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 über 70 auf 50 Stundenkilometer heruntergetrichtert. Die Kreuzung wird mit beidseitig aufgestellten Vorfahrt-Gewähren-Schildern angekündigt. Künftig sollen außerdem ungefähr 50 Meter vor der Kreuzung weitere Gefahrzeichen auf beiden Seiten der Fahrbahn auf die Unfallgefahr hinweisen. Diese Gefahrzeichen werden auch auf der Rahdener Straße aufgestellt, hier zusätzlich auf einer sogenannten Trägertafel. Diese soll auch die Fahrzeugfahrer, die Vorfahrt haben, auf die Gefährlichkeit der Kreuzung aufmerksam machen.
Darüber hinaus wird die Rüttelmarkierung, die es bereits auf den untergeordneten Straßen gibt, nochmals wesentlich erweitert: 40 Meter und 24 Meter vor dem Knotenpunkt sowie unmittelbar davor werden drei, vier und fünf Breitstriche mit sich verringernden Lücken aufgebracht. Diese machen beim Überfahren Lärm und warnen den Fahrer durch Vibration am Lenkrad vor der Gefahr. Sämtliche Maßnahmen werden zeitnah in den kommenden Tagen umgesetzt.
Neben diesen Sofortmaßnahmen hat die Unfallkommission über langfristige Maßnahmen zur Entschärfung der Unfallhäufungsstelle beraten, zum Beispiel über den Umbau der Kreuzung zum Kreisverkehr oder die Einrichtung einer Lichtzeichenanlage. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW wird die Vorschläge prüfen. Wenn die Ergebnisse vorliegen, entscheidet die Unfallkommission abschließend über mögliche langfristige Maßnahmen.