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Datum: 05.08.2022

Umfangreiche Pflege-Arbeiten im Naturschutzgebiet Weißes Moor in Rahden geplant

Moore gewinnen weltweit an Bedeutung, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. So hat auch die Europäische Union zahlreiche Programme zum Schutz der Moore aufgelegt. Im Zuge des länderübergreifenden Integrierten LIFE-Projektes „Atlantische Sandlandschaften“ plant jetzt der Kreis Minden-Lübbecke gemeinsam mit der Biologischen Station Minden-Lübbecke in diesem Sommer umfangreiche Maßnahmen, um den Zustand des Schutzgebietes Weißes Moor in Rahden zu verbessern.

Weil Natur keine Ländergrenzen kennt, haben sich in dem Projekt Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zusammengeschlossen, um die Erhaltungszustände der zu schützenden Lebensraumtypen und Arten der FFH-Richtlinie in der atlantisch geprägten Region der beiden Länder nachhaltig zu verbessern. Die Maßnahmen werden mit EU-Mitteln des LIFE-Programms und weiteren Fördermitteln finanziert. In Nordrhein-Westfalen liegt die Gesamtverantwortung für die Umsetzung des Projektes beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV) und wird durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) unterstützt. Die Gesamtkoordination des IP-LIFE-Projektes sowie die operative Umsetzung konkreter Einzelmaßnahmen liegt bei der Bezirksregierung Münster. Die Umsetzung der Maßnahmen vor Ort im Weißen Moor wird durch die Untere Naturschutzbehörde und die Biologische Station begleitet.

Das Weiße Moor in Rahden ist ein Naturschutz- und FFH-Gebiet. In diesem Jahr soll es hier umfangreiche Naturschutzmaßnahmen zur Moor-Renaturierung sowie zur Heide- und Gewässerpflege geben. Das Weiße Moor ist eines der wenigen noch verbliebenen Moor- und Heidegebiete in der Rahden-Diepenauer Geest. Hier gibt es zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Außerdem steht das Weiße Moor in engem Zusammenhang mit weiteren Moorgebieten im Landschaftsraum wie Altes Moor, Großes Torfmoor, Oppenweher Moor und Uchter Moor. Mit den Maßnahmen soll der offene Charakter der Hochmoor- und Heideflächen wiederhergestellt werden, der für dieses Gebiet typisch ist.

Das ist wichtig, weil zahlreiche im Weißen Moor vorkommende Lebensräume stark bedroht und europaweit von großem Interesse sind für den Naturschutz – zum Beispiel Übergangs- und Zwischenmoore, Moorwälder, Sand- und Feuchtheiden, Borstgrasrasen, Nass- und Feuchtgrünländer, Seggenrieder sowie nährstoffarme Kleingewässer. Das Naturschutzgebiet Weißes Moor ist Bestandteil des zusammenhängenden europäischen ökologischen Netzes „Natura 2000“ und unterliegt damit dem besonderen Schutz der europäischen FFH-Richtlinie.

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