Inhalt
Datum: 28.08.2012

Suchtprävention 2012


Die achten Klassen der Realschule Preußisch Oldendorf erlebten auch in diesem Jahr einen Präventionstag zum Thema: „Mach Dich nicht abhängig!“.
Die Schulsozialarbeit der Realschule, die Stadtjugendförderung und der „Freundeskreis für Suchtkranke Preußisch Oldendorf“ organisierte für jede Klasse einen Tag voll mit Informationen, Aufklärung und Praxis. Die Experten des Freundeskreises für Suchtkranke Preußisch Oldendorf standen den Schülern bei Fragen zur Seite und ließen sie an ihrer ganz individuellen Geschichte teilhaben.

Die Präventionstage „Mach Dich nicht abhängig!“ für die Klassen 8 der Realschule Preußisch Oldendorf waren wieder ein voller Erfolg. Ergänzend zum Politik- und Biologieunterricht, wurden die Schüler auch außerschulisch über die Gefahren von Drogen informiert.

In der Woche vom 25.06.2012 bis zum 29.06.2012 fanden die diesjährigen Präventionstage für die Klassen 8 im Jugendtreff Preußisch Oldendorf statt. Alles drehte sich um die Risiken des Alltags.
Krisen sind scheinbar auswegslose Situationen im Leben des Menschen, die nicht selten suchtauslösend sein können. Diese Situationen zu bewältigen, stellt Menschen oft vor große Probleme. Jede Gesellschaft hat dabei ihre ganz speziellen Suchtmittel, die von den Medien beworben werden. Das Bewusstsein für den alltäglichen Umgang mit Suchtmitteln wurde durch Übungen mit dem „Suchtsack“ geweckt. Die Jugendlichen sollten im Vorfeld gestärkt werden, Risiken zu erkennen um entsprechend reagieren zu können und gegebenenfalls Hilfe in Anspruch zu nehmen.
In diesem Zusammenhang wurde mittels theoretischen Input (durch Andreas Keller und Anjie Helbing) einerseits die Bedeutung von Bedürfnissen und dem Unterschied zwischen Genuss und Missbrauch näher beleuchtet.
Andererseits wurden Definitionen von Verhaltenssüchten und substanzgebundenen Süchten bzw. von Drogen und deren Wirkung erarbeitet.  Dabei wurde ein besonderer Fokus auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf Legalität und Illegalität gelegt.
Die Wirkung von Alkohol, als einem Beispiel für eine gesellschaftlich tolerierte Droge, konnte jeder Schüler  mittels der Übungen mit den „Rauschbrillen“ am eigenen Körper erfahren. Die Manipulation der Wahrnehmung durch Drogen wurde so deutlich.

Es wurden leider keine Medien gefunden.

Zusätzlich wurde auf den jugendtypischen Cannabismissbrauchs eingegangen. Die Schüler wurden darüber aufgeklärt, dass entsprechende Produkte durch Glassplitter und Kot von Tieren „gestreckt“ wird, woraus auch der Name „Shit“ resultiert. Betroffenheit machte sich in der Gruppe breit.
Zum Abschluss der theoretischen Phase wurden personale und soziale Schutzfaktoren besprochen, die Menschen vor süchtigem Verhalten bewahren können.

Der zweite Teil der Präventionstage wurde von Jörg Moog und Karl-Heinz Wesemann, zwei Vertretern des Freundeskreises für Suchtkranke Preußisch Oldendor,f geleitet.
Diese berichteten von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Thema Sucht und beschrieben ihren schweren Weg in ein sucht- und drogenfreies Leben. Ihre Biographie begann dabei mit dem typischen Glas Sekt zur Konfirmation und endete mit den fatalen Konsequenzen einer Sucht für ganze Familien.
Anschließend hatten die Schüler die Möglichkeit Fragen zu stellen, wobei teilweise intensive Gespräche entstanden.
Insgesamt waren es gelungene Tage.



nach oben zurück