Stemwede plant erneut eine Kita
Die Gemeinde Stemwede will bis zum nächsten Kindergartenjahr eine weitere Kita in der Gemeinde entstehen lassen. Der Gemeinderat hat sich jetzt dafür ausgesprochen, dass die Verwaltung unverzüglich entsprechende Planungen aufnimmt, um möglichst bereits im kommenden Jahr zwei neue Kita-Gruppen anbieten zu können. Entstehen soll die neue Kita am Schulzentrum in Wehdem, im ehemaligen Hauptschulgebäude.
Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat und sein allgemeiner Vertreter Jörg Bartel hatten schon vor Wochen beim Kreis Minden-Lübbecke auf die fehlenden Plätze in der Kinderbetreuung hingewiesen. Daraufhin hatte das Kreisjugendamt die Zahlen bestätigt und auch die dauerhafte Einrichtung von zwei zusätzlichen Kita-Gruppen empfohlen, berichtete Bartel in der Ratssitzung. Auch der Standortvorschlag am Schulzentrum in Wehdem sei vom Kreis ausdrücklich begrüßt worden. Die Verwaltung will bereits im Betriebsausschuss am 17. November erste Überlegungen zur Gebäudegestaltung und -nutzung vorstellen.
Ein potentieller Mieter der neuen Kita steht auch schon bereit: die Parität für Kinder e.V. aus Lübbecke, die sich bereits an der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Grundschule, Montessori-Grundschule der Gemeinde Stemwede, in Haldem um die Ganztagsbetreuung kümmert. Christin Niemeier, die pädagogische Leiterin der Parität für Kinder, stellte sich in der Sitzung den Ratsmitgliedern vor, beantwortete Fragen und bestätigte das große Interesse, künftig die Kita in Wehdem zu betreiben.
Die Verwaltung hatte mehrfach betont, dass ihr eine Trägervielfalt in Stemwede wichtig sei und man natürlich auch im Vorfeld der Ratssitzung, sowohl die Leitung der bestehenden Wehdemer Kita informiert habe als auch den Kirchenkreis Lübbecke, als Verantwortlicher im Trägerverbund.
Für Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat ist die Entscheidung des Rates ein weiteres Beispiel dafür, wie Rat und Verwaltung gemeinsam und möglichst pragmatisch nach Lösungen im Sinne der Stemweder Eltern und Kinder suchen und diese umsetzen. „Dass die Suche nach einer Lösung eigentlich in den Aufgabenbereich einer anderen Behörde fällt, ist hinlänglich bekannt“, so Stemwedes Verwaltungschef. „Ich vermute allerdings auch, dass wir diese Diskussion hier in Stemwede nicht zum letzten Mal führen.“
Die Gemeinde Stemwede hatte schon 2020 sehr kurzfristig und in Eigenregie Räumlichkeiten in der ehemaligen Grundschule Westrup zu einer Kita umgebaut. In Levern hatte die Gemeinde zudem ihren ehemaligen Verwaltungssitz an der Buchhofstraße zu einer neuen, modernen Kita umbauen lassen, die im letzten Jahr eröffnet wurde und inzwischen drei zusätzlichen Kita-Gruppen Platz bietet.