Inhalt

Stark erhöhte Grippeaktivität im Kreis Minden-Lübbecke

Kreis Minden-Lübbecke, 09.01.2009

  
Stark erhöhte Grippeaktivität im Kreis Minden-Lübbecke
 
Die Grippesaison hat auch im Kreis Minden-Lübbecke begonnen. Das Kreisgesundheitsamt informiert aktuell über deutlich ansteigende Zahlen an Influenzagrippekranken. Während der harmlosere sog. „grippale Infekt“ schon seit Wochen die Menschen im Kreisgebiet erfasst hat, wurde jetzt vom Robert-Koch-Institut in Berlin für Nordwestdeutschland auch eine stark erhöhte Aktivität der Influenzagrippe festgestellt. Diese unterscheidet sich vom grippalen Infekt durch einen heftigen Krankheitsbeginn mit hohem Fieber und schwerem Krankheitsgefühl, zum Teil auch mit Kreislaufschwäche. Durchschnittlich 8.000 bis 10.000 Menschen sterben während einer Influenzagrippewelle in Deutschland.

In Portugal grassiert im Moment eine schwere Grippewelle mit mehreren Tausend Neuerkrankungen täglich, während die übrigen europäischen Länder bisher nur über eine mittlere Intensität berichten. In Nord- und Westdeutschland wird eine stark erhöhte Grippeaktivität gemessen, die deutlich über den Werten von vor ein und zwei Jahren liegt. Insbesondere bei Kindern bis vier Jahren sind die Ergebnisse angestiegen. Durch die Weihnachtsferien blieben die Erkrankungszahlen unter den Schulkindern noch stabil. Hier wird aber in den nächsten Wochen ebenfalls ein deutlicher Anstieg erwartet.

Da es keine ursächliche Behandlung der Influenzagrippe gibt, ist die wichtigste Maßnahme eine Grippeschutzimpfung. Die aktuellen Untersuchungen zeigen, dass der gegenwärtig verwendete Impfstoff die allermeisten kursierenden Grippeviren abdeckt. Ist es jetzt noch möglich, sich gegen Influenzagrippe impfen zu lassen? „Auch jetzt kann die Impfung noch sinnvoll sein. Der Höhepunkt der Grippewelle liegt in jedem Jahr erst Mitte bis Ende Februar und der Impfschutz wirkt bereits nach 10 bis 14 Tagen. Geimpft werden sollten Menschen über 60 Jahre oder mit chronischen Erkrankungen, aber auch Personen mit erhöhter Gefährdung durch viel Personenkontakt,“ so Dr. Peter Witte, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. „Ich empfehle allen Ungeimpften, jetzt mit der Hausärztin oder dem Hausarzt Kontakt aufzunehmen und sich zur Impfung beraten zu lassen. Unsere Apotheken verfügen noch über ausreichend Impfstoff.“

Zur Vorbeugung wird weiterhin empfohlen, möglichst Abstand zu hustenden und niesenden Menschen zu halten und Händekontakte auf das erforderliche Mindestmaß zu beschränken, da die Viren nicht nur über Tröpfchen beim Husten, Niesen und Sprechen, sondern auch über die Hände übertragen werden können. Regelmäßiges Händewaschen ist daher eine wichtige Vorbeugemaßnahme.

nach oben zurück