Stalking - Informationsflyer und Vortrag
Kreis Minden-Lübbecke, 04.08.2008
Stalking
Informationsflyer und Vortrag
Telefonterror, Hunderte von E-Mails, skurrile Geschenke, das Auflauern vor der Wohnung oder am Arbeitsplatz, dies alles fällt unter Stalking.
Durch den im April 2007 erlassenen § 238 des Strafgesetzbuches kann der Straftatbestand „Nachstellungen“ geahndet werden. Hierbei handelt es sich um das beabsichtigte und wiederholte Verfolgen und Belästigen einer Person. Etwa 80 % der Opfer sind Frauen, die Mehrzahl der Täter sind Männer. In der Hälfte der Fälle handelt es sich um Ex-Partner, die die Trennung nicht akzeptieren.
Was ist Stalking genau? Wo grenzt es sich gegen häusliche Gewalt und Mobbing ab? Wie entsteht es und welche Auswirkungen hat es auf die Betroffenen? Wie muss eine effiziente Opferberatung aussehen? Wann kann die Polizei handeln? Was können Betroffene selber tun? Was kann getan werden, um Stalker von ihrem obsessiven Tun abzubringen?
Diese und weitere Aspekte sollen beim nächsten Runden Tisch gegen häusliche Gewalt geklärt werden. Nach der Begrüßung durch Landrat Dr. Ralf Niermann wird Susanne Schumacher aus Berlin unter dem Titel „Geliebt, verfolgt, gehetzt… Stalking…wenn >Liebe< zum Wahn wird“ referieren. Sie ist Stalking-Expertin und Buchautorin und hat unter anderem die Bücher „Liebeswahn“ und „Stalking - geliebt, verfolgt, gehetzt“ veröffentlicht. Sie bietet Beratungen für Betroffene an und arbeitet mit im Qualitätszirkel der Berliner Polizei zu Handlungsanweisungen in Stalking-Fällen. Darüber hinaus führt sie themenbezogene Fortbildungen durch und ist beteiligt im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages.
Die Veranstaltung wird von der PRIO-Vernetzung gegen häusliche Gewalt im Kreis Minden-Lübbecke (Prävention - Intervention - Opferschutz) organisiert und findet am 20. August 2008 von 18.00 bis 20.00 Uhr im Treffpunkt Parität in Lübbecke statt, Bahnhofstr. 29 A, Raum 3 / 4. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Anmeldungen werden erbeten bei der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Minden-Lübbecke, Andrea Strulik, unter Telefon-Nummer 0571/807-2109 oder unter e-mail a.strulik@minden-luebbecke.de.
Ergänzend zu dieser Veranstaltung haben die beiden Frauenberatungsstellen im Kreisgebiet zusammen mit der Kreispolizeibehörde sowie der Gleichstellungsstelle des Kreises einen Informationsflyer herausgegeben, der Tipps für Stalking-Opfer enthält und Anlaufstellen im Kreis Minden-Lübbecke benennt. Er ist bei der Gleichstellungsbeauftragten unter o. a. Telefon-Nummer bzw. E-mail Adresse erhältlich.