Stadt rechnet mit vielen ukrainischen Flüchtlingen - Hotline für Hilfsangebote eingerichtet
Die Stadt Espelkamp bereitet sich intensiv auf die Aufnahme vieler ukrainischer Flüchtlinge vor. „Der von Präsident Putin vom Zaun gebrochene verbrecherische Krieg zwingt Millionen Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Darunter werden viele Frauen und Kinder sein, weil die wehrpflichtigen Männer im Land bleiben“, so die Lageeinschätzung von Bürgermeister Dr. Henning Vieker.
Es gelte zunächst vor allem, ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen. „Die Stadt Espelkamp selbst verfügt aller Voraussicht nach nicht über die erforderlichen Kapazitäten. Wir werden auf privaten Wohnraum angewiesen sein“. Mit der Aufbaugemeinschaft als größtem Wohnungsunternehmen vor Ort hat der Bürgermeister daher bereits gesprochen. „Geschäftsführer Sascha Golnik hat mir jede mögliche Unterstützung zugesagt“. Auch zu den Espelkamper Religionsgemeinschaften hat Bürgermeister Vieker Kontakt aufgenommen und sie um Unterstützung gebeten.
Er bittet aber ausdrücklich um weitere Hilfsangebote aus der Bürgerschaft: „Wer freien Wohnraum hat, über hilfreiche Sprachkenntnisse verfügt, auf sonstige Weise unterstützend tätig sein möchte oder einfach Fragen zum Thema hat, kann sich an die Espelkamper Hotline zur Ukraine-Krise wenden, Tel. 05772/562-300“. Sie ist montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 16 Uhr und freitags von 9 Uhr bis 13 Uhr erreichbar. Eine Kontaktaufnahme per E-Mail ist rund um die Uhr unter soziales@espelkamp.de möglich.
„Das Vorgehen von Präsident Putin ist abscheulich. Er bringt unermessliches Leid über die Ukraine. Wir dürfen aber nicht das russische Volk insgesamt schuldig sprechen, das selbst unter diesem Tyrannen leidet“, betont der Bürgermeister.